Abo
  • Services:
Anzeige

Europäische Kommission

FSFE kritisiert Softwarevertrag

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat die Europäische Kommission für den Abschluss eines Kaufvertrages für proprietäre Software scharf kritisiert. Der Vertrag mit dem Namen SACHA II fessele die Kommission erneut an Hersteller und stehe im Widerspruch zu ihren eigenen Richtlinien.

Die Europäische Kommission hat jüngst unter dem Namen SACHA II den bislang umfangreichsten und teuersten Vertrag mit dem niederländischen Softwarehändler PC Ware geschlossen. Der Vertrag umfasst ein Volumen von 189 Millionen Euro. Das Geld soll in den nächsten sechs Jahren für proprietäre Software ausgegeben werden. SACHA II listet unter anderem Software der Hersteller Adobe, Alfresco, HP, IBM, Oracle, Red Hat, SAP und Symantec auf.

Anzeige

SACHA II ist Verschwendung von Steuergeldern

Die Free Software Foundation Europe kritisiert den Abschluss des Vertrages. Die Europäische Kommission binde sich dadurch noch enger an Softwarehersteller (Vendor-Lock-In), bemängelt sie. Die Kommission handele damit entgegen ihren eigenen Richtlinien, bei der Akquise von Software im öffentlichen Sektor "Diskriminierung zu vermeiden und bei der Beschaffung für mehr Wettbewerb zu sorgen."

"Europäische Bürger erwarten von der Kommission, dass sie ihre Kosten niedrig hält und die Steuergelder stattdessen für die Weiterentwicklung von Europa ausgibt", betonte Karsten Gerloff, Präsident der FSFE.

In ihrer Digitalen Agenda hatte die Kommission erst im Mai 2010 gefordert, "Produkte und Dienste aus der Informations- und Kommunikationstechnologie (ITC) müssen offen und interoperabel sein."

Vertrag ist kein Blankoscheck

Einen Monat zuvor hatte der Europäische Bürgerbeauftragte die Kommission dafür kritisiert, das teilweise quelloffene Content Management System der Firma Alfresco ohne Ausschreibung erworben zu haben. Der Erwerb wurde durch PC Ware getätigt, das auch den Zuschlag für SACHA II erhielt. Alfresco bietet lediglich den Kern seiner Software als quelloffen an.

Die PC-Ware-Mitarbeiterin Ilsa Decat, die den Vertrag mit der Kommission ausgehandelt hatte, durfte aufgrund eines Stillschweigeabkommens keine Auskunft über Margen und Preise geben. Auch die Anzahl der Benutzer, für die Software erworben werden soll, ließ sie offen. Dennoch sei der Vertrag kein Blankoscheck, denn die Preise seien vor dessen Abschluss festgesetzt worden, so Decat.

In der Ausschreibung wurde bereits festgelegt, dass 40 Prozent der Gelder für sogenannte Corporate-Produkte ausgegeben werde, etwa für Backup- oder Antivirensoftware. Diese soll allen 37 Dienststellen zur Verfügung stehen. Etwa 25 Prozent des Etats sollen für Software ausgegeben werden, die individuelle Dienststellen benötigen. Fünf Prozent der Gelder können nach Bedarf verwendet werden und die übrigen 13,5 Prozent sollen für die dazugehörigen Dienste bereitgestellt werden.


eye home zur Startseite
Lars154 08. Dez 2010

Zumindest tauchen Unternehmen wie Red Hat und Alfresco auf... ein wichtiges Projekt mit...

filipo 07. Dez 2010

@Plebs Du verstehst gar nichts! Quelloffen bedeutet nicht gratis programmieren. Es...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bite AG, Filderstadt
  2. T-Systems International GmbH, verschiedene Standorte
  3. TAMPOPRINT® AG, Korntal-Münchingen
  4. über Ratbacher GmbH, Karlsruhe


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Supernatural, True Blood, Into the West, Perry Mason, Mord ist ihr Hobby)
  2. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)

Folgen Sie uns
       


  1. Arrow Launcher 3.0

    Microsofts Android-Launcher braucht weniger Energie und RAM

  2. Die Woche im Video

    Angeswitcht, angegriffen, abgeturnt

  3. Hardlight VR Suit

    Vibrations-Weste soll VR-Erlebnis realistischer machen

  4. Autonomes Fahren

    Der Truck lernt beim Fahren

  5. Selektorenaffäre

    BND soll ausländische Journalisten ausspioniert haben

  6. Kursanstieg

    Bitcoin auf neuem Rekordhoch

  7. Google-Steuer

    Widerstand gegen Leistungsschutzrecht auf EU-Ebene

  8. Linux-Kernel

    Torvalds droht mit Nicht-Aufnahme von Treibercode

  9. Airbus A320

    In Flugzeugen wird der Platz selbst für kleine Laptops knapp

  10. Urheberrecht

    Marketplace-Händler wegen Bildern von Amazon bestraft



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Galaxy-A-Serie vs. P8 Lite (2017): Samsungs und Huaweis Kampf um die Mittelklasse
Galaxy-A-Serie vs. P8 Lite (2017)
Samsungs und Huaweis Kampf um die Mittelklasse
  1. Wettbewerbsverstoß Google soll Tizen behindert haben
  2. Strafverfahren De-facto-Chef von Samsung wegen Korruption verhaftet
  3. Samsung Preisliches Niveau der QLED-Fernseher in der Nähe der OLEDs

Fire TV Stick 2 mit Alexa im Hands on: Amazons attraktiver Einstieg in die Streaming-Welt
Fire TV Stick 2 mit Alexa im Hands on
Amazons attraktiver Einstieg in die Streaming-Welt
  1. Fernsehstreaming Fire-TV-App von Waipu TV bietet alle Kanäle kostenlos
  2. Fire TV Amazon bringt Downloader-App wieder zurück
  3. Amazon Downloader-App aus dem Fire-TV-Store entfernt

Bodyhacking: Ich, einfach unverbesserlich
Bodyhacking
Ich, einfach unverbesserlich

  1. Re: warum ist eure hauptseite nicht erreichbar?

    bjs | 14:27

  2. Re: Hätte Windows Phone so ausgesehen, wäre es...

    maverick1977 | 14:26

  3. Re: Nungut, Laut dem Urteil muss der Händler nun...

    scrumdideldu | 14:25

  4. Re: Mal im Ernst

    tingelchen | 14:24

  5. Re: Weniger RAM und Energie (CPU Zeit?)

    nille02 | 14:18


  1. 11:57

  2. 09:02

  3. 18:02

  4. 17:43

  5. 16:49

  6. 16:21

  7. 16:02

  8. 15:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel