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App Stores: Mozillas Open Web App Ecosystem macht Fortschritte

Erste Entwickler und Unternehmen haben ihre Unterstützung für Mozillas Open Web App Ecosystem angekündigt, eine offene Plattform für standardbasierte Webapplikationen, die im Kontrast zu proprietären App-Store-Lösungen steht.
/ Jens Ihlenfeld
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Apps, die auf jedem Gerät laufen, kostenlos oder kostenpflichtig, und die über App Stores oder direkt von ihren Entwicklern verteilt werden – so skizziert Mozilla die Idee hinter seinem " Open Web App Ecosystem(öffnet im neuen Fenster) ". Dabei kann Mozilla erste Fortschritte des Ende Oktober 2010 vorgestellten Projekts verkünden.

Demnach haben zahlreiche Entwickler von Applikationen und Unternehmen zugesagt, App Stores und Dienste auf Basis des Open Web App Ecosystems zu entwickeln, beispielsweise eine Suche nach Apps oder Empfehlungssysteme. Denn im Unterschied zu den proprietären Ansätzen von Geräteherstellern und Mobilfunknetzbetreibern setzt Mozilla auf eine offene Plattform, auf deren Basis jeder einen eigenen App Store betreiben kann. Zudem können Entwickler ihre Applikationen so auch über eigene Websites vermarkten. Mozilla selbst will keinen eigenen App Store betreiben, um das Feld anderen zu überlassen.

Auf technischer Ebene nähern sich die APIs der Fertigstellung. Auch das Manifest-Format, zentrales Dokument zur maschinenlesbaren Beschreibung von Applikationen in Mozillas Plattform, ist fast komplett.

Mozilla Labs – Open Web Apps
Mozilla Labs – Open Web Apps (05:05)

Zugleich experimentiert Mozilla mit neuen Funktionen für die auf Webtechnik basierenden Applikationen. Angedacht sind unter anderem Benachrichtigungen, die Synchronisation von Applikationsdaten und die Möglichkeit zum Datenaustausch zwischen einzelnen Apps. So soll ein webbasierter E-Mail-Client beispielsweise auf ein webbasiertes Adressbuch oder einen Kalender auf dem gleichen Rechner zugreifen können, ohne Umweg über einen Server. Darüber hinaus ist geplant, das Dashboard als zentralen Ort für die Applikationen auch auf anderen Browsern als Firefox anzupassen.

Für das erste Quartal 2011 ist ein "Integrationsrelease" geplant. Dann sollen auch das Manifest-Format und die APIs der Plattform stabil sein. Über Erweiterungen soll es zudem Unterstützung für die wichtigsten Browser geben.

Eine Entwicklerversion der Plattform kann unter apps.mozillalabs.com(öffnet im neuen Fenster) ausprobiert werden.


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