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Zensurvorbereitung statt Jugendschutz?

Der Suma fürchtet, dass der JMStV ideale Voraussetzungen für die Etablierung einer generellen Zensur-Infrastruktur schafft. Zensursula käme dann "durch die Hintertür, nachdem der direkte Weg nicht geklappt hat." Die Neuregelungen im Jugenschutz wären dabei für kleinere Suchmaschinenbetreiber und Blogger verheerend - und würde, da er von der JMStV mit heißer Nadel gestrickt und voller offener Fragen sei, nur "die Lobby der Abmahnanwälte" freuen.

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Auch die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) hat sich in dieser Woche in die Reihe der Kritiker eingeordnet und fordert eine dringende Änderung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages - für den Jugendschutz sei er wirkungslos.

Wer im Internet künftig Inhalte veröffentlicht, muss diese nach Inkrafttreten des JMStV mit einer Alterskennzeichnung versehen: ab 6, ab 12, ab 16 oder ab 18 Jahren. Unterbleibt die Kennzeichnung, droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe.

Mit den Alterskennzeichnungen sollen Eltern dann mittels Filtersoftware den Zugang für Kinder und Jugendliche beschränken können. Das lasse sich laut GI jedoch leicht umgehen und sei für den technisch versierten Nachwuchs keine Hürde. Unsinnig sei es auch, nicht für Kinder und Jugendliche bestimmte Inhalte im Internet erst ab 22:00 Uhr freizuschalten. Es sei "irgendwo im Internet immer nach 22:00 Uhr".

Medienkompetenz statt Verbote

Dass vom JMStV eine Kontrolle aller Inhalte verlangt wird, leistet dem GI zufolge einer Zensur auf dem Umweg über die ISP und das Privatrecht Vorschub. Kinder und Jugendliche müssten stattdessen "dringend lernen, mit den Inhalten des Internets altersgerecht und sachgerecht umzugehen. Hier sieht die Gesellschaft für Informatik die vorrangige Aufgabe der Schulen und der Erziehungsberechtigten", heißt es seitens der GI.

Die Informatikervereinigung lehnt deshalb Maßnahmen ab, "deren flächendeckendes Scheitern schon jetzt abzusehen ist und die zu einem zunehmenden Eingriff in die Informations- und Meinungsfreiheit der Bürger führen".

Die GI setzt sich stattdessen für einen wirkungsvollen Schutz von Kindern und Jugendlichen ein und schlägt ein Pilotprojekt zur Sensibilisierung und Erziehung zu kritischem Konsumverhalten (Medienkompetenz) im Internet ein.

 Jugendschutz: Suma will Jugendmedienschutzstaatsvertrag kippen
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dumdideidum 07. Dez 2010

Omg...ich versteh den Hintergrund nicht, wie kann man denn Pauschal alle Webseiten mit so...

~jaja~ 07. Dez 2010

http://www.allmystery.de/dateien/mt2402,1263136611,facepalm.jpg

~jaja~ 07. Dez 2010

Und? Dann kannst du es ab 16 einstufen. Falsch. Die USK Freigabe eines Spieles "vererbt...

DeX 07. Dez 2010

Die sollen einfach die filtersoftware so designen das alles was nicht gekenzeicnet ist...

Blablablublub 07. Dez 2010

... sieht man ja sehr anschaulich bei ARD, ZDF, ihren diversen Spartensendern (Festival...


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