Konsultation: EU-Kommission regt EU-Telefonnummern für Firmen an
Die EU-Kommission will herausfinden, ob eine Einrichtung europaweiter Telefonnummern für Unternehmen sinnvoll ist. Dazu können sich Unternehmen, Verbraucher, Telekommunikationsanbieter und Behörden äußern(öffnet im neuen Fenster). Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission, sagte: "Die Unternehmen brauchen heute eine separate Telefonnummer in jedem Mitgliedstaat, in dem sie Kunden haben, für die sie erreichbar sein müssen. Das erschwert den Aufbau EU-weiter Dienste für ihre Kunden." Bis zum 28. Februar 2011 soll ein Stimmungsbild zu Möglichkeiten der Telefonnummernharmonisierung erstellt werden. Eine Studie(öffnet im neuen Fenster) von Wik Consult wurde von der EU in Auftrag gegeben.
Gegenwärtig gibt es keine EU-weiten Rufnummern für Unternehmen, die auf einfache Weise grenzübergreifend erreichbar sein wollen. In jedem Mitgliedstaat müssen unterschiedliche nationale oder nichtgeografische geschäftliche Rufnummern, wie kostenlose 0800-Nummern, verwendet werden. Diese sind häufig für Anrufer aus anderen Mitgliedstaaten überhaupt nicht erreichbar.
Im Rahmen des EU-Telekommunikationsrechts gibt es zwei mögliche Ansätze für eine Einführung einheitlicher Unternehmensrufnummern, erklärte die EU-Kommission. Eine Möglichkeit wäre eine EU-weite Kurzwahlnummer, die mit 115 beginne und nur für Unternehmen reserviert werde.
Die bisherige europäische Telefonvorwahl +3883 im Rahmen des europäischen Telefonnummernraums werde am 31. Dezember 2010 auslaufen, könne bei der Internationalen Fernmeldeunion aber verlängert werden. Damit könnten Geschäftsrufnummern aus der Vorwahl +3883 und einer in allen Mitgliedstaaten gleichen Nummer bestehen. Diese Möglichkeit wurde im Jahr 2000 eingerichtet.
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