Superschnelles Internet: Britische Regierung will bis 2015 Glasfaser in jedem Ort
Die britische Regierung plant, das Land mit superschnellem Internet zu versorgen, berichtet die britische Tageszeitung Guardian(öffnet im neuen Fenster) . Ziel ist es, Glasfaserkabel in alle Gemeinden des Landes zu verlegen. Die letzte Meile in die Haushalte soll mit vorhandenen Kupferkabeln bewältigt werden.
Bis 2015
Bis 2015, so der Plan der Regierung, sollen 90 Prozent der Bürger Zugang zu superschnellem Breitbandinternet haben. Großbritannien soll das beste Breitbandnetz in Europa bekommen, sagte Kulturminister Jeremy Hunt der BBC(öffnet im neuen Fenster) . Derzeit liege das Land eher im Mittelfeld. Bei dem Ausbau gehe es vor allem um die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Zwei Drittel des Landes sollen von Privatunternehmen vernetzt werden. Das restliche Drittel, vor allem ländliche Gebiete, soll mit staatlicher Hilfe an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Hunts Vorbild ist Südkorea. Dessen Breitbandnetz sei zu 90 Prozent von Privatunternehmen verlegt worden.
Konservativ-liberal schneller als Labour
Die alte Labour-Regierung hatte geplant, bis 2012 das Land flächendeckend mit 2-Mbps-Anschlüssen zu versorgen. Es sei jedoch albern, an dieser Geschwindigkeit festzuhalten, da die Entwicklung sehr schnell voranschreite, sagte Hunt, der der neuen konservativ-liberalen Regierung unter Premierminister David Cameron angehört. Wie hoch die Datenübertragungsgeschwindigkeit sein soll, hat die Regierung bisher nicht bekanntgegeben.
Derzeit haben, laut einer aktuellen Studie der Medienaufsichtsbehörde Office of Communications (Ofcom), über 70 Prozent der Haushalte Breitbandinternet, knapp 50 Prozent sogar mit einer Datenrate von 50 Mbps. Allerdings sind nur 0,2 Prozent der Haushalte über Glasfaser angebunden. In vielen ländlichen Regionen steht noch kein schnelles Internet zur Verfügung.