Günstigere Preise für Handytelefonate: Telekom will Bundesnetzagentur verklagen

"Wir prüfen, ob eine Klage Aussicht auf Erfolg hat" , sagte der für Regulierungsfragen zuständige Telekom-Sprecher Philipp Blank dem Focus(öffnet im neuen Fenster) . Nach Angaben des Magazins ist die Telekom verärgert darüber, dass die Bundesnetzagentur die Terminierungsentgelte für Mobilfunkanbieter erheblich senken will. Das könnte dazu führen, dass die Kosten für Handytelefonate sinken.
Als Telekom-Chef René Obermann davon erfuhr, soll er "sehr sauer" über die Entscheidung der Behörde gewesen sein. Er halte die Entscheidung für wirtschaftlich "katastrophal" . Laut Telekom investiert das Unternehmen Milliarden Euro in IT-Technologie und den Netzaufbau auf dem Land. Zu diesem Zeitpunkt sei eine solche Preissenkung falsch, meint die Telekom.
Mit der Reduzierung der Termininierungsentgelte könnten sich die Handygebühren verringern. Die Terminierungsentgelte muss ein Netzbetreiber zahlen, wenn seine Kunden in ein anderes Netz telefonieren. Anrufe in die Netze von E-Plus oder O2 kosten derzeit jeweils 7,14 Cent pro Minute. Diese Kosten will die Bundesnetzagentur für E-Plus auf 3,33 Cent pro Minute und für O2 auf 3,37 Cent pro Minute reduzieren.
Anrufe in die Netze von Telekom und Vodafone kosten noch jeweils 6,59 Cent in der Minute. Anrufe ins Vodafone-Netz sollen nach dem Willen der Bundesnetzagentur auf 3,33 Cent pro Minute sinken. Die Telekom darf dann künftig für Anrufe in das eigene Netz nur noch 3,36 Cent pro Minute verlangen. Noch sind die Preise nur vorläufig genehmigt worden.



