1 US-Dollar: Google entschädigt US-Ehepaar symbolisch
Am Ende können sich Christine und Aaron Boring doch noch freuen: Google entschädigt die Eheleute aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania dafür, dass ihr Haus in dem Angebot Street View erscheint, obwohl es in einer Privatstraße liegt, wie die britische Tageszeitung Telegraph(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Reich werden sie davon allerdings nicht: Google zahlt ihnen gerade mal einen US-Dollar.
Durchfahrt verboten
Die Borings hatten im April 2008 gegen Google geklagt. Ein Fotofahrzeug des Unternehmens sei in ihre Straße hineingefahren, um das Haus zu fotografieren, obwohl es sich in einer Privatstraße befinde, die zu befahren verboten sei. Dadurch sei der Wert ihres Hauses gesunken.
Google hatte entgegnet, der Anblick eines Hauses sei nicht privat. Die Straßenseite eines Hauses sei "für jeden Besucher, Lieferanten oder Telefontechniker sichtbar". Auch wenn die Borings in einer Privatstraße wohnten, könnten Nachbarn, Lieferanten oder Besucher das Haus sehen.
Kein Schaden nachgewiesen
Das Gericht urteilte im Februar 2009, das Ehepaar habe nicht beweisen können, dass ihm das Foto seines Hauses bei Google Street View geschadet habe. Die Borings legten dagegen Berufung ein, die ein Berufungsgericht im Februar 2010 annahm. Am Donnerstag einigten sich die beiden Konfliktparteien vor einem Gericht in Pittsburgh auf die symbolische Entschädigung.
Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit dem Vergleich, schreibt das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster). Die Borings bezeichneten sie als "einen süßen Dollar der Rehabilitation". Ursprünglich hatten sie 25.000 US-Dollar von Google gefordert.
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