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Digitalisierung

EU-Kommission will gedruckte Rechnungen abschaffen

Die EU-Kommission will mit elektronischen Rechnungen Kosten in Milliardenhöhe sparen. Das ehrgeizige Ziel: In zehn Jahren soll das Verfahren in der EU vorherrschend sein.

Artikel veröffentlicht am ,

Mit einer massenhaften Umstellung auf die elektronische Rechnung könnten in der EU Kosten in Höhe von rund 40 Milliarden Euro pro Jahr gespart werden, hat die EU-Kommission ausrechnen lassen. Denn gedruckte Rechnungen sind teuer. Die Kosten für die Herstellung, den Versand und die Bearbeitung von Rechnungen auf Papier summieren sich EU-weit auf zig Milliarden Euro pro Jahr. Bisher arbeiten der Kommission zufolge zwar schon 42 Prozent der Großunternehmen mit E-Rechnungen, aber nur 22 Prozent der vielen kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) in der EU, die die Mehrheit der Unternehmen bilden.

Inhalt:
  1. Digitalisierung: EU-Kommission will gedruckte Rechnungen abschaffen
  2. Problemfall Mehrwertsteuervorabzug

Aus diesem Grunde hat die Kommission am 2. Dezember 2010 in einer Mitteilung (COM(2010) 712 final) verkündet, dass sie das elektronische Rechnungswesen voranbringen wolle. Die Kommission setzt sich das ehrgeizige Ziel, bis zum Jahr 2020 die elektronische Rechnung ("E-Rechnung") "zum vorherrschenden Verfahren der Rechnungsstellung in Europa" zu machen. Die Umsetzung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA) bietet laut Kommission eine "Startrampe für interoperable europäische E-Rechnungsverfahren".

Die Pläne der Kommission

In ihrer Mitteilung erkennt die Kommission ausdrücklich an, dass Unterschiede in der nationalen Gesetzgebung zu digitalen Signaturen "zu grenzüberschreitenden Interoperabilitätsproblemen geführt haben". Daher sei ein "besser koordiniertes Vorgehen" nötig, um das elektronische Rechnungswesen voranzubringen. Die Kommission schlägt in diesem Sinne vor, die Richtlinie 1999/93/EG über elektronische Signaturen zu überarbeiten.

Eine weitere Hürde für die elektronische Rechnung stellt das Fehlen verbindlicher und allgemein akzeptierter internationaler Standards dar. So stellt die Kommission in ihrer Mitteilung fest: "Keines der existierenden Datenformate hat bisher eine dominierende Stellung erreicht. [...] In der Folge müssen die Marktteilnehmer [...] heutzutage unterschiedliche Formate unterstützen, was umfangreiche Konvertierungen [...] nötig macht". Die Kommission will sich daher für die Entwicklung von einheitlichen Prozessen und Datenformaten (bevorzugt auf der Grundlage von UN/CEFACT Cross-Industry Invoice (CII) v.2) engagieren.

Mit gutem Beispiel voran

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Für einen Zeitraum von drei Jahren wird die Kommission ein Multi-Stakeholder-Forum zur elektronischen Rechnung einrichten, in dem unter anderem Vertreter der Europäischen Zentralbank, des Europäischen Komitees für Normung (CEN) und der Artikel-29-Datenschutzgruppe mitarbeiten sollen. Die EU-Kommission fordert zudem die Mitgliedstaaten dazu auf, Kampagnen zum verstärkten Einsatz elektronischer Rechnungen durchzuführen.

Um mit gutem Beispiel voranzugehen, appelliert die Kommission an die Mitgliedstaaten, ihre Behörden dazu anzuhalten, die elektronische Rechnung einzusetzen. Die Kommission selbst wird das e-Prior-Projekt zur elektronischen Abwicklung von Beschaffungsverfahren vorantreiben. E-Prior steht für "electronic Procurement, Invoicing and Ordering" - "elektronische Beschaffung, Rechnungsstellung und Anforderung".

Problemfall Mehrwertsteuervorabzug 
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gffsas 05. Dez 2010

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Pollux 05. Dez 2010

Nicht zu vergessen die externe Aufbewahrung von eingehenden Rechnungen, die auch was...

samy 05. Dez 2010

und ich kann das auch verstehen. Da man die meisten Rechnungen noch auf Papier bekommt...

Buntix 05. Dez 2010

Geht mir genauso am A.... vorbei wie Rechnung Online der T-Com. Mir schicken die eine...

honoris causa 05. Dez 2010

Wenn man bedenkt: Allein mit der Mediablödwerbung eines Tages in der Tageszeitung kann...


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