Abo
  • IT-Karriere:

TurboHercules

Microsoft investiert in Open-Source-Unternehmen

Microsoft hat in aller Stille in das Open-Source-Unternehmen TurboHercules investiert. Die französische Firma will mit Hercules, einem quelloffenen Emulator für IBM-Mainframe-Betriebssysteme, Geld verdienen. Vor der Europäischen Kommission streitet Microsoft deshalb mit Big Blue.

Artikel veröffentlicht am ,
TurboHercules: Microsoft investiert in Open-Source-Unternehmen

Microsoft hat Anteile an dem französischen Open-Source-Unternehmen TurboHercules gekauft. "Microsoft hat einen Betrag in unser Unternehmen investiert", gab die Firma in Paris bekannt. Angaben zur Höhe der Einlage wurden nicht gemacht.

Stellenmarkt
  1. Pfennigparade SIGMETA GmbH, München
  2. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm

Microsoft sagte der Tageszeitung Le Monde: "Microsoft teilt die Ansicht von TurboHercules, dass mehr Offenheit und Wahlfreiheit für die Kunden auf dem Mainframe-Markt nötig ist. Kunden sagen uns, dass sie eine bessere Interoperabilität der Mainframe-Plattformen wünschen, Windows Server eingeschlossen. Aus diesem Grund investieren wir weiterhin in Unternehmen wie TurboHercules, die solche Lösungen für unsere gemeinsamen Kunden entwickeln." Microsoft hat bereits einigen Firmen Geld gegeben, die IBM im Geschäftsfeld Mainframe-Software angreifen.

Hercules ist ein Emulator für IBM-Mainframe-Betriebssysteme, mit dem Programme, die für IBM-Großrechner geschrieben wurden, auf PC-Hardware laufen. Projektgründer Roger Bowler wollte eine Lizenzvereinbarung mit IBM treffen, was IBM jedoch abgelehnt hat. Der IT-Konzern habe viele Jahre Entwicklungszeit und Milliarden US-Dollar in die z-Architektur investiert. Hercules emuliere signifikante Teile von IBMs proprietärem Befehlssatz, wodurch viele von IBM gehaltene Patente verletzt würden, erklärte IBM.

Am 26. Juli 2010 leitete die Europäische Kommission zwei Wettbewerbsverfahren gegen IBM ein. Eine der Untersuchungen ging auf Beschwerden der Emulator-Softwareanbieter T3 und TurboHercules zurück, die dem Konzern vorwarfen, IBM kopple seine Mainframe-Hardware an sein Mainframe-Betriebssystem. In den Beschwerden wird geltend gemacht, dass dadurch Anbieter von Emulationstechnologie verdrängt würden, die es Nutzern ermöglichen könnte, grundlegende Anwendungen auf nicht von IBM stammender Hardware auszuführen. Für neue Hardware und Betriebssysteme für Großrechner würden 2009 weltweit rund 8,5 Milliarden Euro und im Europäischen Wirtschaftsraum rund 3 Milliarden Euro ausgegeben, erklärte die Wettbewerbsbehörde.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 74,90€ (zzgl. Versand)
  2. 124,90€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. Elektrotacker für 67,99€, Akku Stichsäge für 95,99€, Akku Schlagbohrschrauber für...
  4. (Gutscheincode MSPC50) Alternate.de

Ivan Villanueva 06. Dez 2010

Microsoft geht es evtl. nur darum, IBM als Beispiel zu aergern. Mit anderen Woertern...

kurzer Weg 04. Dez 2010

Das können Firmen wohl gut untereinander regeln. Bei Numerik wird grundsätzlich doppelt...

nicoledos 03. Dez 2010

Mehr offenheit notwendig? Simme ich zu. Dann sollte MS aber auch etwas Geld für ReactOS...


Folgen Sie uns
       


Linux für Gaming installieren - Tutorial

Die Linux-Distribution Manjaro eignet sich gut für Spiele - wir erklären im Video wie man sie installiert.

Linux für Gaming installieren - Tutorial Video aufrufen
WEG-Gesetz: Bundesländer preschen bei Anspruch auf Ladestellen vor
WEG-Gesetz
Bundesländer preschen bei Anspruch auf Ladestellen vor

Können Elektroauto-Besitzer demnächst den Einbau einer Ladestelle in Tiefgaragen verlangen? Zwei Bundesländer haben entsprechende Ergebnisse einer Arbeitsgruppe schon in einem eigenen Gesetzentwurf aufgegriffen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Elektroautos Mehr als 7.000 neue Ladepunkte in einem Jahr
  2. Elektroautos GM und Volkswagen verabschieden sich vom klassischen Hybrid
  3. Elektroauto BMW meldet Zehntausende E-Mini-Interessenten

Whatsapp: Krankschreibung auf Knopfdruck
Whatsapp
Krankschreibung auf Knopfdruck

Ein Hamburger Gründer verkauft Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen per Whatsapp. Ist das rechtens? Ärztevertreter warnen vor den Folgen.
Von Miriam Apke

  1. Medizin Schadsoftware legt Krankenhäuser lahm
  2. Medizin Sicherheitslücken in Beatmungsgeräten
  3. Gesundheitsdaten Gesundheitsapps werden beliebter, trotz Datenschutzbedenken

Google Game Builder ausprobiert: Spieldesign mit Karten statt Quellcode
Google Game Builder ausprobiert
Spieldesign mit Karten statt Quellcode

Bitte Bild wackeln lassen und dann eine Explosion: Solche Befehle als Reaktion auf Ereignisse lassen sich im Game Builder relativ einfach verketten. Der Spieleeditor des Google-Entwicklerteams Area 120 ist nicht nur für Einsteiger gedacht - sondern auch für Profis, etwa für die Erstellung von Prototypen.
Von Peter Steinlechner

  1. Spielebranche Immer weniger wollen Spiele in Deutschland entwickeln
  2. Aus dem Verlag Neue Herausforderungen für Spieler und Entwickler

    •  /