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Ruhe im Karton: USA verbieten laute Fernsehwerbung

Werbung darf im US-amerikanischen Fernsehen bald nicht mehr lauter als das restliche Fernsehprogramm sein. Der Kongress hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf abgesegnet und zur Unterschrift an den US-Präsidenten Barack Obama weitergeleitet.
/ Christian Klaß
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Der Commercial Advertisement Loudness Mitigation (CALM) Act(öffnet im neuen Fenster) soll US-Bürger vor unangenehm lauter Fernsehwerbung bewahren. Der Calm-Act hat bereits am 29. September 2010 den Senat und am 2. Dezember 2010 den Kongress passiert und liegt nun dem US-Präsidenten zur Unterschrift vor.

Sobald Obama den Calm-Act unterschrieben hat und er in Kraft getreten ist, hat die Werbeindustrie ein Jahr Zeit, um mit technischen Mitteln die Lautstärke an das Fernsehprogramm anzupassen. Es darf dann keine hörbaren Unterschiede mehr in der Lautstärke geben.

Bereits seit 1960 waren bei der Federal Communications Commission (FCC) laut Anna G. Eshoo(öffnet im neuen Fenster) regelmäßig Beschwerden über zu laute Fernsehwerbung eingegangen. Die Politikerin ist Mitglied des US-Kongresses und hat den Calm-Act als Gesetzesentwurf eingebracht. Ihr erklärtes Ziel ist es, damit den Verbrauchern die Kontrolle über die Lautstärke im eigenen Zuhause wiederzugeben.

In Deutschland ist das Problem ebenfalls bekannt, aber noch nicht gebannt: In Werbepausen steigt die Lautstärke plötzlich merklich an und erfordert oft ein manuelles Nachregeln des Tons – oder technische Gegenmaßnahmen in AV-Receivern oder Geräten zur automatischen Lautstärkestabilisierung, beispielsweise Gefens GTV-VOLCONT-D . Vor allem wenn die zu laute Werbung ruhige Filme unterbricht oder in den Abendstunden trotz Nachtmodus des Receivers die Kinder aufzuwecken droht, wird sie zu einem Störfaktor und verlockt dazu, den Ton einfach abzuschalten.

Im Internet gibt es das Problem ebenfalls – mit sehr hoher Lautstärke abgemischte Werbeclips fallen über Kopfhörer besonders unangenehm auf.


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