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Golem.de guckt: Brillen, Frauen, Nadeldrucker

Die öffentlich-rechtlichen Sender ergehen sich anlässlich des 30. Todestages von John Lennon am 8. Dezember in Dokumentationen und Konzertmitschnitten. Lennon bekommt damit mehr Aufmerksamkeit als so mancher tote Politiker. Ansonsten riecht die TV-Woche vom 6. bis zum 12. Dezember auch so etwas abgestanden.
/ Alexander Merz
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Um das Thema über die Bühne zu bringen, sei auf Mitschnitte von Lennon-Konzerten verwiesen, die am Mittwoch um 20 Uhr auf Dradio Kultur laufen. Kurz darauf gibt es das Ganze nochmal mit Bild auf 3Sat.
(Dradio Kultur, 08.12.2010, 20:03 – 21:00 Uhr)

Dokumentationen

Die Dokumentation Wo ist meine Stimme?(öffnet im neuen Fenster) beziehungsweise Irans grüner Sommer(öffnet im neuen Fenster) nimmt Waltz with Bashir(öffnet im neuen Fenster) zum Vorbild, spielt aber ein paar Kilometer weiter östlich. Mit ähnlicher Trickfilmtechnik werden die Ereignisse um die Proteste zur Wahl 2009 im Iran aufgegriffen. Blogs, SMS und Twitter spielten dabei aus westlicher Sicht eine zentrale Rolle – die Dokumentation konzentriert sich aber auf die Menschen, nicht auf die Technik.
(WDR, 06.12.2010, 22:00 – 22:45 Uhr)

Magazine

X:enius hat ordentlich was ins Programm gepackt: Am Montag geht es um Epigenetik(öffnet im neuen Fenster) – eine etwas esoterisch wirkende, aber wissenschaftliche Disziplin, die auf genetische festgelegte Merkmale Einfluss nimmt, ohne die eigentliche DNS zu verändern. Am Dienstag wird über Geothermie gesprochen, den dazugehörigen Bohrwitz bringe ich schon mal an, womit er für die nächsten fünf Jahre tabu ist. Am Freitag geht es schließlich um Datensicherheit im Alltag, das übliche Datenspur-Payback-Handy-Tracking-Gedöns. Einzig neu scheint die Technik zum Abhören von Nadeldruckern, um Rezepte in Arztpraxen abzugreifen.
(Arte, 06., 07. und 10.12.2010, 08:45 – 09:15 Uhr)

Planet Wissen beschäftigt sich am Donnerstag mit dem Nobelpreis, hat sich neben anderen einschlägig bewanderten Menschen einen deutschen Nobelpreisträger eingeladen und erzählt die ein- oder andere Anekdote rund um die Verleihung.
(WDR, 15.12.2010, 15:00 – 16:00 Uhr)

Filme

The Global Asylum gibt es wirklich, Mockbuster ist kein Hirngespinst eines Forenteilnehmers. Diese Filme sind grauenvoller, als jedes Plastikmonster darin es je sein könnte. Um das Thema ein für allemal abzuhaken: Am Dienstag läuft zuerst 100 Million BC(öffnet im neuen Fenster) , wo bei einer Zeitreise ein T-Rex mit in die Gegenwart kommt. Danach The Land That Time Forgot(öffnet im neuen Fenster) , in dem Wissenschaftler auf einer Dino-Insel landen.
(Tele 5, 07.12.2010, 20:15 – 22:10 und 22:10 – 00:05 Uhr)

Weil die Filmausbeute in dieser Woche eher mager ist, der Schneefall der letzten Tage perfekt dazu passt und Frauen diesen Film lieben, obwohl er frauenfeindlich bis ins Mark ist, ist Autors Liebling diesmal 8 Frauen(öffnet im neuen Fenster) . 8 Frauen, ein Mann, der stirbt, ein unerwartetes Ende. Und trotz Letzterem macht der Film bei jedem Gucken Spaß.
(RBB, 08.12.2010, 22:45 – 00:30 Uhr)

Ein krönender Wochenabschluss: Jean-Claude van Damme. Und das ist auch noch der Filmname: JCVD(öffnet im neuen Fenster) . Er spielt einen abgehalfterten Filmstar, der als Geisel genommen wird, dabei über seine Filmkarriere sinniert – und sich natürlich auch prügelt. Ist tatsächlich richtig gut und legt den Verdacht nahe, dass er mit 60 auch Charakterrollen spielen könnte, wenn sich mal ein Produzent mit dem richtigen Drehbuch trauen würde.
(Pro7, 12.12.2010, 22:15 – 00:20 Uhr)

Radio

Manche Gerichtsverfahren erinnern heute eher an eine Mischung aus Hexenverbrennung und Gladiatorenkämpfen als an ein geregeltes, ziviles Verfahren. Schuld daran ist nicht nur eine sensationsheischende Journalistenkamerilla. Immer häufiger befeuern Staatsanwaltschaft und Verteidiger die Medienmaschinerie selbst. Das politische Feature Zeitfragen beschäftigt sich mit der Frage nach den Möglichkeiten und den Grenzen der Medien und ihrem Einfluss auf die deutsche Rechtsprechung.
(Dradio Kultur, 06.12.2010, 19:30 – 20:00 Uhr)

Zeitreise macht ihrem Namen alle Ehre: Der Kirchenprozess um Galileo Galilei im 17. Jahrhundert wird aufgegriffen. Er wird als Ausgangspunkt der Auseinandersetzung zwischen Kirche und Wissenschaft bis in die heutige Zeit dargestellt – in der mancher christliche Astronom immer noch die Erde für den Mittelpunkt des Universums hält.
(Dradio Kultur, 08.12.2010, 19:30 – 20:00 Uhr)

Um mal etwas Weihnachtsstimmung zu verbreiten und weil der Titel so toll ist: In Forschung und Gesellschaft – Weihnachten als Symptom spricht der Kulturhistoriker Thomas Macho mit anderen über eine etwas andere Weihnachtsgeschichte inklusive Mathematik und einem gescheiterten Kindsmord.
(Dradio Kultur, 09.12.2010, 19:30 – 20:00 Uhr)

Alle Termine sind als ics-Datei verfügbar: http://www.golem.de/guckt/GoGu_20101206.ics
Dauerlink: http://www.golem.de/guckt/GoGu.ics
(Hinweis: Die Aktualisierung des Dauerlinks erfolgt erst am 05.12.2010 gegen Mitternacht.)


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