Hudson: Oracle streitet mit weiterem Open-Source-Projekt

Oracle-Vize Ted Farrell hat in der Mailingliste(öffnet im neuen Fenster) die Auslagerung des Hudson-Quellcodes als unnötig bezeichnet. Die neue Kenai-Infrastruktur unterstütze auch Git. Hudson solle über das Java.net-Portal von Oracle weiter eng mit der Java-Gemeinschaft verbunden bleiben.
Sollte sich die Community jedoch für einen Fork entscheiden, müsse sie sich einen neuen Namen suchen, warnte Farrell. Die Rechte am Name "Hudson" wolle Oracle behalten. Auch das Projekt wolle Oracle weiterführen.
Missglückter Umzug
Oracle hatte vor wenigen Tagen das Projekt Hudson auf die Kenai-Infrastruktur übertragen. Die Kenai-basierte(öffnet im neuen Fenster) Hosting- und Kollaborationsplattform java.net(öffnet im neuen Fenster) hatte Oracle von Sun übernommen. Der Umzug am 22. November 2010 führte(öffnet im neuen Fenster) dazu, dass der Code nicht zugänglich war und die Mailinglisten nicht funktionierten.
Die E-Mail von Oracle an Entwickler Kohsuke Kawaguchi, in der vor dem Umzug gewarnt wurde, hatte der Hudson-Gründer übersehen. Kawaguchi ist ein ehemaliger Angestellter von Sun und gründete mit dem Hudson-Entwickler Winston Prakash die Softwarefirma Cloudbees. Hudson ist eine Software zur Java-Entwicklung, die eine kontinuierliche Integration(öffnet im neuen Fenster) des Quellcodes einer Anwendung ermöglicht.
Während des Ausfalls verlagerte die Community zunächst die Mailingliste zu Google. Später wurde der Vorschlag diskutiert, auch den Quellcode auf das Projektportal GitHub zu verlagern. Das Projekt erfahre täglich zwischen drei und acht Änderungen an dem Quellcode und die mehr als 300 Plugins würden ebenfalls regelmäßig gewartet. Der Ausfall frustrierte die Entwickler.
Eine endgültige Entscheidung(öffnet im neuen Fenster) über einen Fork ist zwar noch nicht gefallen, unter dem Namen Hudson Labs(öffnet im neuen Fenster) sind auf Github allerdings schon etliche Plugins verfügbar.