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Flash Player 10.2: Hardwarebeschleunigung für komplette Videowiedergabe

Adobe hat eine Betaversion des Flash Players 10.2 mit Stage Video veröffentlicht. Stage Video steht für die neue Hardwarebeschleunigung, mit der nun die gesamte Videowiedergabe abgedeckt wird. Damit soll die Prozessorlast bei der Wiedergabe von hochauflösenden Flash-Videos auf ein Minimum reduziert werden.
/ Ingo Pakalski
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Die Hardwarebeschleunigung Stage Video übernimmt nun auch die Farbkonvertierung, die Skalierung und das Verschieben von Speicherinhalten bei der Wiedergabe von HD-Videos. Dazu hat Adobe nach eigener Aussage intensiv mit Hardwareherstellern kooperiert. Bislang nutzte der Flash Player 10.1 die Hardwarebeschleunigung ausschließlich für den Decodiervorgang von H.264-Material.

Als weitere Neuerung ist die Hardwarebeschleunigung nicht mehr allein auf H.264 beschränkt, sondern unterstützt alle Videos. Adobe berichtet von Tests, bei denen 1080p-HD-Videos auf Notebooks abgespielt wurden. Dabei lag die Prozessorlast dank Hardwarebeschleunigung bei null Prozent.

Damit die neue Hardwarebeschleunigung verwendet werden kann, müssen Inhalteanbieter die neue API des Flash Players 10.2 in ihrem Videoplayer verwenden. Eine Neucodierung des Videomaterials ist nicht erforderlich. Die Hardwarebeschleunigung des Flash Players 10.2 soll mit der finalen Version direkt in allen Browsern auf allen Plattformen nutzbar sein. Die Beta nutzt auch die Hardwarebeschleunigung in Microsofts Internet Explorer 9 und soll damit nochmals einen Geschwindigkeitsschub beim Rendering erhalten.

Vollbildmodus für mehrere Monitore

Der Vollbildmodus im Flash Player unterstützt nun mehrere Monitore. Während auf einem Display ein Flash-Video im Vollbild abgespielt wird, kann der Anwender auf einem anderen Monitor weiterarbeiten. Als weitere Neuerung gibt es eine neue API für angepasste Maus-Cursor. Damit können Inhalteanbieter angepasste Mauszeiger bereitstellen, die auch animiert sein können. Dazu werden die Rendering-Funktionen des verwendeten Betriebssystems genutzt, um Ressourcen zu sparen. Die Textanzeige soll mittels Sub-Pixel-Rendering deutlich verbessert werden.

Der Flash Player 10.2(öffnet im neuen Fenster) steht als Betaversion für Windows, Linux und Mac OS X als Download zur Verfügung. Die Betaversion richtet sich vornehmlich an Entwickler, für Endnutzer ist die Vorabversion ausdrücklich nicht gedacht. Denn der Betaversion fehlen noch einige Basisfunktionen, was zu lästigen Abstürzen führen kann.

In den Adobe Labs(öffnet im neuen Fenster) gibt es ein Stage-Beispielvideo, das die neuen Funktionen demonstriert. Auch auf Youtube sollen bereits Stage-Videos zu finden sein. Die fertige Version des Flash Players 10.2 ist für kommendes Jahr geplant, einen genaueren Zeitplan gibt es dazu von Adobe nicht.


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