P2P-DNS

Pirate-Bay-Gründer arbeitet an alternativem DNS

Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde arbeitet zusammen mit anderen an einem alternativen Domain Name System (DNS) auf Peer-to-Peer-Basis, P2P-DNS genannt. Damit soll sichergestellt werden, dass das Internet nicht durch eine zentrale, von Regierungen kontrollierte Instanz wie die ICANN zensiert werden kann.

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P2P-DNS: Pirate-Bay-Gründer arbeitet an alternativem DNS

Noch gibt es P2P-DNS nicht und auch die Informationen zu dem Projekt und dessen Machern sind spärlich. In einem knappen Blogeintrag heißt es zum Hintergrund: "Wir wollen ein unzensiertes Internet. Ein zentrales System, das den Fluss unserer Informationen kontrolliert, ist nicht akzeptabel".

Das alternative System könne auf existierende Technik zur Dezentralisierung und Erfahrung von Programmierern, Kommunikatoren und Netzwerkspezialisten aufbauen, heißt es in der Ankündigung des Projekts weiter. Es gehe nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern, wo immer möglich, auf bereits existierende Technik aufzubauen.

Einer der Köpfe von P2P-DNS ist Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde, der das Projekt vor einigen Tagen per Twitter ankündigte. Er habe schon vor langer Zeit das Vertrauen in die ICANN verloren, da die Organisation eine seiner Domains an die Musikindustrie, konkret an die Ifpi, übergeben habe, erläutert er seine eigene Motivation. Die ICANN sei das Kernproblem des DNS, da die Organisation von Regierungen und großen Unternehmen kontrolliert werde. Zudem sei das DNS zentral aufgebaut. Sunde betonte aber, dass er in dem Projekt nur eine kleine Rolle spiele, es nach außen kommuniziere, während andere die eigentliche Arbeit machten.

Mittlerweile stehen die P2P-DNS-Macher auch in Kontakt mit dem Projekt OpenNIC, das seinerseits ein alternatives DNS betreibt. Die OpenNIC-Server lösen neben den offiziellen Top-Level-Domains weitere TLDs auf: .geek, .free, .bbs, .parody, .oss, .indy, .fur, .ing, .micro, .dyn und .gopher.

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