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Bundesnetzagentur: Anrufe in Mobilfunknetze sollen deutlich billiger werden

Die Bundesnetzagentur will die Terminierungsentgelte für Mobilfunkanbieter deutlich senken, so dass damit zu rechnen ist, dass die Preise für Telefonate in die Mobilfunknetze sinken werden.
/ Jens Ihlenfeld
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Statt 7,14 Cent pro Minute soll E-Plus künftig nur noch 3,33 Cent pro Minute von Wettbewerbern für die Durchleitung von Gesprächen zu den eigenen Kunden verlangen. Hier werden die Preise am deutlichsten sinken. Für O2 sieht die Bundesnetzagentur eine Senkung von 7,14 auf 3,37 Cent pro Minute vor und gewährt dem Unternehmen damit die höchsten Terminierungsentgelte.

Die Terminierungsentgelte bei Vodafone sollen von 6,59 auf 3,33 Cent pro Minute sinken, die Telekom statt bisher 6,59 Cent künftig 3,36 Cent die Minute verlangen dürfen.

"Bei der erneuten Überprüfung hat sich der bereits in den letzten Genehmigungsverfahren gezeigte Trend bestätigt, dass die Gesamtverkehrsmengen in den Mobilfunknetzen über die letzten Jahre hinweg ganz erheblich zugenommen haben und auch künftig weiter steigen werden. [...] Die von uns vorgeschlagene Reduzierung beruht ganz wesentlich auf dieser Entwicklung, die bei einer weitgehend stabilen Kostensituation und effizienten Netzen zu deutlich geringeren Minutenpreisen führt" , erläutert Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Allerdings treten die von der Bundesnetzagentur vorgeschlagenen Preise nicht sofort verbindlich in Kraft, denn es bedarf noch eines sogenannten nationalen Konsultationsverfahrens zu den Entscheidungsentwürfen. Erst im Anschluss kann die Bundesnetzagentur die Entgeltvorschläge mitsamt den Begründungen der Kommission und den nationalen Regulierungsbehörden der übrigen EU-Mitgliedstaaten übermitteln, damit diese dazu Stellung nehmen können.

Da bei dieser Verfahrensweise Fristvorgaben einzuhalten sind und eine endgültige Entscheidung wahrscheinlich erst Mitte bis Ende des ersten Quartals 2011 gefällt wird, sind die vorgeschlagenen Entgelte ab dem 1. Dezember 2010 zunächst vorläufig genehmigt worden.

Dabei wurden die Entgelte aller vier Netzbetreiber auf der Basis vorgelegter Kostenunterlagen ermittelt: "Der Trend zu deutlich niedrigeren Mobilfunkterminierungsentgelten hat sich in den meisten EU-Ländern in der letzten Zeit noch einmal verstärkt. Die Terminierungsentgelte beispielsweise in Großbritannien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden fallen in den kommenden beiden Jahren noch stärker, in Spanien und in Italien bleiben sie dagegen noch etwas höher. Vor diesem Hintergrund fügen sich unsere Entgeltvorschläge gut in das europäische Niveau ein" , so Kurth.

Im Konsultationsentwurf ist eine Befristung der Genehmigung bis zum 30. November 2012 vorgesehen.


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