Abo
  • Services:
Anzeige
Amazons Cyber Monday: Verbraucherzentrale spricht von Lockvogelwerbung

Amazons Cyber Monday

Verbraucherzentrale spricht von Lockvogelwerbung

Die Bundesverbraucherzentrale ist sich sicher, dass Amazons erster Cyber Monday in Deutschland eine unzulässige Lockvogelwerbung war. Kaum ein Kunde habe die stark verbilligten Produkte wirklich erhalten. Doch der Gesetzgeber lässt solche Verkaufsaktionen zu.

Amazons Cyber Monday am 29. November 2010 war nach Ansicht des Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) eine unzulässige Lockvogelwerbung. Kerstin Hoppe vom VZBD sagte Golem.de auf Anfrage, nur ein Bruchteil der Menschen habe die angebotenen Waren wirklich bekommen. Das hätten Käufer dem VZBV berichtet.

Anzeige

Im Test von Golem.de waren Produkte wie die Spielekonsole Playstation 3 für 177,77 Euro und der Fernseher Sony Bravia KDL-32EX500 für 333,33 Euro bereits wenige Sekunden nach Aktionsbeginn ausverkauft. Amazon-Deutschland-Sprecherin Christine Höger sagte Golem.de am Montag: "Da viele Tausend Kunden die Angebote direkt in den ersten Sekunden zum Start der jeweiligen Aktionen wahrnehmen und kaufen, sind die Produkte erwartungsgemäß sehr schnell vergriffen."

Verbraucherschützer sprechen grundsätzlich von einer unzulässigen Lockvogelwerbung, wenn mit einem verbilligten Artikel geworben wird, der nicht verfügbar ist. Da der Gesetzgeber aber die Rechtslage zu Ungunsten der Verbraucher verändert habe, könne dagegen juristisch schwer etwas unternommen werden, sagte die VZBV-Referentin für kollektiven Rechtsschutz. "Wir können das abmahnen, aber der Abgemahnte kann dann immer sagen, dass er mit dieser hohen Nachfrage nicht rechnen musste und aus seiner Sicht ausreichend bevorratet hat. Das wird uns ganz oft in den Prozessen entgegengehalten".

Die Verbraucherschützer brauchten auch mehrere Kundenbeschwerden, um in einem solchen Fall aktiv werden zu können. Doch auch dann sei die Gefahr noch groß, dies vor Gericht "aus der Hand geschlagen" zu bekommen, betonte Hoppe.

Für die Handelskonzerne bestehe keine Pflicht, die Menge der angebotenen Sonderangebotsartikel öffentlich zu machen. Das ließe sich nur mit einer Auskunftsklage erzwingen, sagte Hoppe. Eine Sonderaktion wie den Cyber Monday habe es aber in Deutschland noch nicht gegeben, weshalb der Händler sich damit herausreden könne, dass mit einer so hohen Anfrage nicht zu rechnen gewesen sei. Auch eine Pflicht, die Verfügbarkeit eines Sonderangebots für einen bestimmten Zeitraum abzusichern, sieht der Gesetzgeber nicht.

Amazon hatte angekündigt, die Cyber-Monday-Angebote "stark limitiert und jeweils für maximal zwei Stunden und nur solange der Vorrat reicht" anzubieten. Doch eine solche allgemeine Ankündigung reiche nicht. "Dazu gibt es gerichtliche Entscheidungen", sagte Hoppe. Das stünde in jedem Aldi-Katalog, dennoch würde der VZBV dagegen vorgehen.


eye home zur Startseite
Trollinger 02. Dez 2010

Da kennst Du den Deutschen Michel schlecht, der sich da so sehr aufregt, das Lidl oder...

M.H. 02. Dez 2010

Boa, bitte... denkt nach bevor ihr was schreibt... mal ganz im ernst... die Verpackungen...

y.m.m.d. 01. Dez 2010

Vergleich mal Kosten und Zeitaufwand zwischen: - Hin und zurück fahren zum MM (Anfahrt...

M.H. 01. Dez 2010

Falsch :) Die Ware war da ja... aber nicht vom Amazon Shop, sondern von einem der anderen...

Player_ 01. Dez 2010

Das hört sich interessant an. Möchtest Du das bitte etwas genauer auslegen?


genius' blog / 30. Nov 2010

"Cyber Monday"



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deloitte GmbH, Berlin
  2. über Hays AG, Nürnberg
  3. LuK GmbH & Co. KG, Bühl
  4. Basler AG, Ahrensburg bei Hamburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 59,90€
  2. 264€ + 5,99€ Versand

Folgen Sie uns
       


  1. Nintendo Labo

    Switch plus Pappe

  2. Apple

    Messages-App kann mit Nachricht zum Absturz gebracht werden

  3. Analog

    Kabelnetzkunden in falscher Sorge wegen DVB-T-Abschaltung

  4. Partnerprogramm

    Geld verdienen auf Youtube wird schwieriger

  5. Nur beratendes Gremium

    Bundestag setzt wieder Digitalausschuss ein

  6. Eclipse Foundation

    Erster EE4J-Code leitet Java-EE-Migration ein

  7. Breitbandmessung

    Provider halten versprochene Geschwindigkeit fast nie ein

  8. Virtualisierung

    Linux-Gasttreiber für Virtualbox bekommt Mainline-Support

  9. DJI Copilot von Lacie

    Festplatte kopiert SD-Karten ohne separaten Rechner

  10. Swift 5

    Acers dünnes Notebook kommt ab 1.000 Euro in den Handel



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Computerforschung: Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
Computerforschung
Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
  1. Tangle Lake Intel zeigt 49-Qubit-Chip
  2. Die Woche im Video Alles kaputt
  3. Q# und QDK Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

Netzsperren: Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste
Netzsperren
Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste

Spectre und Meltdown: All unsere moderne Technik ist kaputt
Spectre und Meltdown
All unsere moderne Technik ist kaputt
  1. Microsoft Fall Creators Update ist final für alle Geräte verfügbar
  2. BeA Noch mehr Sicherheitslücken im Anwaltspostfach
  3. VEP Charter Trump will etwas transparenter mit Sicherheitslücken umgehen

  1. Re: Kein Backup? Kein Mitleid!

    AntiiHeld | 04:04

  2. Re: Sieht interessant aus

    SanderK | 03:36

  3. Re: Videos von brennenden und sterbenden Menschen...

    SanderK | 03:30

  4. Re: Chile schlechtes Internet (Clickbait)

    SanderK | 03:20

  5. Re: Link

    xeneo23 | 02:41


  1. 00:02

  2. 19:25

  3. 19:18

  4. 18:34

  5. 17:20

  6. 15:46

  7. 15:30

  8. 15:09


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel