Abo
  • Services:

Wikileaks

Assange plant Veröffentlichung von Bankdokumenten

Wikileaks will Anfang 2011 interne Dokumente einer US-Großbank veröffentlichen, die zeigen, wie Banken arbeiteten. Julian Assange könnte nach dieser Ankündigung das Angebot der ecuadorianischen Regierung gerade recht kommen: Sie will den Wikileaks-Gründer aufnehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Wikileaks: Assange plant Veröffentlichung von Bankdokumenten

Unbeeindruckt von der weltweiten Kritik an der Veröffentlichung der Dokumente des US-Außenministeriums plant Wikileaks bereits den nächsten Coup: Anfang kommenden Jahres wolle die Organisation Dokumente einer US-Bank ins Netz stellen, sagte Gründer Julian Assange dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes.

Nächstes Ziel ist eine Bank

Stellenmarkt
  1. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Darmstadt
  2. Haufe Group, Stuttgart

Um welche Bank es sich handelt, wollte Assange nicht sagen. Betroffen sei aber eine der größten Banken in den USA. Die Dokumente böten einen ungeschminkten Einblick in die Arbeitsweise von Banken. "Man kann das ein Ökosystem der Korruption nennen", sagte Assange. Aber es sei die normale Art und Weise, Entscheidungen zu fällen, die unethisches Verhalten wissentlich ignoriere und unterstütze.

Assange verglich die Dokumente mit den E-Mails, die im Zuge des Verfahrens um den US-Energiekonzerns Enron bekanntwurden. Diese hätten gezeigt, wie das Unternehmen geführt wurde: "Es waren lauter kleine Entscheidungen, die die ungeheuerlichen Verstöße unterstützten." Er glaube, dass diese Dokumente zu Ermittlungen und Reformen beitragen würden.

Sperrung wegen Bankdokumenten

Dass Wikileaks auch vertrauliche Dokumente aus Unternehmen veröffentlicht, ist nichts Neues: 2008 tauchten auf der Webseite mehrere hundert Dokumente der Schweizer Bank Julius Baer auf, aus denen hervorgehen sollte, dass die Bank an Geldwäsche und Steuerhinterziehung beteiligt war. Die Bank erwirkte daraufhin die Sperrung der Webseite durch einen US-Richter, die aber nach kurzer Zeit wieder aufgehoben wurde.

Diese Ankündigung dürfte nicht zu seiner Beliebtheit beitragen. Nach der Veröffentlichung geheimer Dokumente der US-Diplomatie wollen viele in den USA den Wikileaks-Gründer vor Gericht sehen. Schweden, wo Assange sich niederlassen wollte, hat dem Australier eine Aufenthaltserlaubnis verweigert. Die Regierung seines Heimatlandes hat der US-Regierung Hilfe bei der Strafverfolgung Assanges zugesagt.

Asylangebot aus Südamerika

Ein Hilfsangebot kommt jetzt aus Südamerika: Die Regierung von Ecuador hat Assange eingeladen. Der Wikileaks-Gründer könne das Land besuchen und seine Arbeit öffentlich vorstellen. Falls er es wünsche, werde ihm die Regierung auch eine Aufenthaltsgenehmigung erteilen, sagte Kintto Lucas, Ecuadors stellvertretender Außenminister, der Zeitung Ecuador Inmediato. Die Regierung von Präsident Rafael Correa geht ohnehin eher auf Distanz zu den USA.

Wikileaks aus politschen Gründen lahmgelegt

Unterdessen hat sich auf Twitter jemand zu der Distributed-Denial-of-Service-Attacke auf Wikileaks bekannt. Er tritt unter dem Pseudonym th3j35t3r (The Jester, etwa: der Hoffnarr oder der Possenreisser) auf. Über Twitter verkündete er, er habe Wikileaks dauerhaft ausgeschaltet, weil die Organisation das Leben von US-Truppen und die Beziehungen der USA zu anderen Ländern gefährde. Allerdings behauptete th3j35t3r auch, er habe eine Reihe weiterer Webseiten aus politischen Gründen lahmgelegt.

In einer weiteren Nachricht höhnte er, die Quellen von Wikileaks sollten aufpassen: Wie könne die Organisation sie schützen, wenn es ihr nicht gelänge, ihre eigenen Computer zu schützen. Die Angriffe hatten an dem Tag, als Wikileaks die Dokumente des US-Außenministeriums veröffentlichte, die Seite getroffen. Dadurch war Wikileaks eine Zeit lang gar nicht oder nur schwer erreichbar.

Wikileaks bot Überarbeitung an

Wikileaks hatte vor der Veröffentlichung der Dokumente die US-Regierung informiert und um Mithilfe bei deren Überarbeitung gebeten. Das geht aus einer Korrespondenz zwischen Wikileaks und der US-Botschaft in Großbritannien hervor.

Danach bat Wikileaks die US-Regierung, Personen zu nennen, die durch die Veröffentlichung der Dokumente gefährdet würden, um deren Namen zu entfernen. Das lehnte die US-Regierung jedoch ab.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate bestellen
  2. 899€
  3. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)

DrKrieger 22. Apr 2011

erster post und schon so ein primitiver ausrutscher? ich drücke mal den melden knopf zur...

Thiago 04. Dez 2010

er ist nicht lebensmüde .. er hat halt irre Courage und ist überzeugt von dem Gedanken...

Antikorruptions... 04. Dez 2010

Bravo Julian weiter so!!!!!!!! Hier 50 EUR für Wikileaks

Raiseyourvoice 03. Dez 2010

Internet -> Google -> KOPP-Nachrichten (Datum eingeben nich vergessen) Sind wie die...

Raiseyourvoice 03. Dez 2010

Googlet mal die KOPP-Nachrichten... (weitersagen)


Folgen Sie uns
       


Drahtlos bezahlen per App ausprobiert

In Deutschland können Smartphone-Besitzer jetzt unter anderem mit Google Pay und der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen ihre Rechnungen begleichen. Wir haben die beiden Anwendungen im Alltag miteinander verglichen.

Drahtlos bezahlen per App ausprobiert Video aufrufen
Gigabit: 5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei
Gigabit
5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei

Fast täglich hören wir Erklärungen aus der Telekommunikationsbranche, was 5G erfüllen müsse und warum sonst das Ende der Welt drohe. Wir haben die Konzerngruppen nach Interessenlage kartografiert.
Ein IMHO von Achim Sawall

  1. Fixed Wireless Access Nokia bringt mehrere 100 MBit/s mit LTE ins Festnetz
  2. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  3. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Skydio R1 Apple Watch zur Drohnensteuerung verwendet
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  3. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

    •  /