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Linux: Libimobiledevice verbindet mobile Geräte von Apple

Die Version 1.0.4 der Bibliothek Libimobiledevice verbindet mobile Geräte von Apple mit der aktuellen Version 4.2.1 iOS mit Linux-Systemen . Über Libimobiledevice kann nicht nur auf das Datensystem zugegriffen, sondern auch Musik abgespielt und synchronisiert oder die Tethering-Funktion des iPhones genutzt werden.
/ Jörg Thoma
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Die Bibliothek Libimobiledevice(öffnet im neuen Fenster) gewährt unter Linux Zugriff auf iPod touch, iPad und iPhone, die mit der aktuellen Firmware 4.2.1 ausgestattet sind – ohne dass die Geräte per Jailbreak präpariert werden müssen. Dazu verwendet die Linux-Bibliothek den eigenen iFuse-Treiber, über den das Dateisystem der Apple-Geräte über Fuse (Filesystem in Userspace) oder die virtuellen Dateisysteme Gnome Virtual Filesystem (GVFS) oder Kio-Afc von KDE unter Linux eingebunden werden kann.

iPhone Support unter Ubuntu 10.04 Beta 1
iPhone Support unter Ubuntu 10.04 Beta 1 (06:08)

Work in Progress

Mit Libimobiledevice kann beispielsweise direkt auf den Dokumentenordner der mobilen Geräte zugegriffen und Dateien hin- und hergeschoben werden. Musiksammlungen können im Zusammenspiel mit Libgpod über die Anwendungen Rhythmbox oder Amarok synchronisiert werden. Mit dem iPhone 4 und dem iPad funktioniert die Synchronisierung allerdings noch nicht.

Über die von Libimobiledevice bereitgestellte Bibliothek Libirecovery und den Befehl Idevicerestore können die Apple-Geräte aktualisiert oder wiederhergestellt werden. Auf Geräte mit iOS-4-Versionen kann aber nur per USB 1.1 zugegriffen werden. Das Idevicebackup-Werkzeug erstellt volle oder inkrementelle Backups, allerdings noch nicht von Geräten mit iOS 4. Mit dem Befehl Ideviceactivate können die mobilen Geräte aktiviert werden.

App-Verwaltung unter Linux

Mit Libimobiledevice lassen sich auch Apps verwalten. Sie können installiert, deinstalliert und archiviert werden. Über die mitgelieferte Anwendung Sbmanager können die Icons auf iPhones und iPods umarrangiert werden – mit iPads funktioniert Sbmanager noch nicht.

Das unter Linux gebräuchliche Conduit-Framework kann mit Hilfe eines Libimobiledevice-Moduls Kontakte im vCard-Format, Kalenderdaten als iCalendar-Daten, Notizen im XML-Format oder Bookmarks im XBEL-Format von den Apple-Geräten auslesen.

Über iPhones ins Netzwerk

Über ein per USB angeschlossenes Gerät kann dessen Tethering-Funktion verwendet werden. Dabei kommt der iPhone-Ethernet-Kernel-Driver(öffnet im neuen Fenster) zum Einsatz.

Der Quellcode kann von der Webseite des Projekts heruntergeladen werden. Für Opensuse 11.0, 11.1 und 11.2 stehen Pakete im FunkyM-Repository(öffnet im neuen Fenster) zur Installation bereit. Alternativ wird die Software auch per 1-Klick-Install(öffnet im neuen Fenster) angeboten. Fedora 12, 13 und 14 bietet die aktuelle Version in seinen offiziellen Softwarequellen an. Mandriva hat die Pakete in seinem Cooker-Zweig abgelegt und für Ubuntu 9.10 und 10.04 steht Libimobiledevice in dem entsprechenden PPA-Repository(öffnet im neuen Fenster) bereit. Unter Debian müssen Anwender den Experimental-Zweig als Softwarequelle einbinden.


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