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Weniger Kabelanschlüsse: Sat-TV und IPTV werden beliebter

In Deutschland sinkt die Zahl der Kabelanschlüsse kontinuierlich. Laut Focus-Studie legen die Satellitenempfangsanlagen und die IPTV -Nutzung hingegen weiter zu.
/ Christian Klaß
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(Bild: KDG)
(Bild: KDG)

Der Anteil der Kabelanschlüsse ist in Deutschland einer Studie zufolge zwischen 2005 und 2010 kontinuierlich von 57,6 Prozent auf 52,7 Prozent gesunken. Laut der Focus-Marktforschungsstudie(öffnet im neuen Fenster) Communication Networks 14.0 stieg die Zahl der Satellitenempfangsanlagen von 41,2 Prozent (2005) auf 45,7 Prozent (2010).

Satellitenfernsehen wird damit wohl auch in Deutschland bald die am weitesten verbreitete TV-Empfangsart werden. In Großbritannien, Frankreich und Spanien spielt Kabelfernsehen bereits eine weit geringere Rolle und ist in Italien gar nicht existent. Moderne Kabelfernsehnetze haben jedoch den Vorteil, dass darüber auch schnelle Internetanschlüsse mit derzeit bis zu 100 MBit/s angeboten werden können. Downstreams bis 1.000 MBit/s sind bei Kabel Deutschland (KD) bereits im Test.

Beim Internetfernsehen (IPTV) geht der Trend ebenfalls nach oben, von 3,2 Prozent 2007 auf 5,4 Prozent 2010. Kabelnetzanbieter Kabel Deutschland will in diesem Markt ebenfalls mitspielen und ab Ende März 2011 einen eigenen Video-on-Demand-Dienst (Video Select) mit Spielfilmen, Dokumentationen und Fernsehinhalten anbieten. In hoher Auflösung und teils auch in stereoskopischem 3D.

Nach DVB-T-Empfängern für terrestrisches Digitalfernsehen wurde bei der Focus-Studie offenbar nicht explizit gefragt, allerdings lässt die Frage nach Digital-Receivern oder Set-Top-Boxen für digitales Fernsehen vermuten, dass es auch hier ein Wachstum zu verzeichnen gab – von 9,2 Prozent auf 17,1 Prozent.

Fernsehen wird noch von 14 Millionen deutschen Haushalten analog empfangen, was auch daran liegt, dass Kabelnetzbetreiber – anders als etwa beim Satelliten oder DVB-T der Fall ist – die analoge Übertragung nicht abschalten dürfen. Laut Kabel Deutschland gibt es bisher keinen Plan für eine geregelte Abschaffung analogen Kabelfernsehens in Deutschland. Die Kabelnetzbetreiber sehen das als Nachteil gegenüber anderen Verbreitungswegen. Insgesamt 62 Prozent der deutschen Haushalte haben laut Studie derzeit Zugang zu digitalem Fernsehen.

Für die Focus-Studie wurden 21.681 Teilnehmer nach ihrer Mediennutzung und technischen Ausstattung befragt. Die Ergebnisse der Studie Communication Networks 14.0(öffnet im neuen Fenster) sind online abrufbar.


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