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Multimediale Zugaben sollen Verkäufe ankurbeln

US-Verlage testen gerade, in welchen Versionen sich digitale Texte am besten verkaufen. Zur Auswahl stehen das normale E-Book, ein um multimediale Inhalte erweitertes E-Book oder eine App.

Artikel veröffentlicht am ,

Machen Zusatzinhalte E-Books attraktiver? Und wenn ja: Wie viel mehr Geld sind Käufer bereit auszugeben, wenn die Texte mit Material wie Autoreninterviews oder Videos angereichert sind? Das testeten derzeit Verlage in den USA, berichtet das Wall Street Journal.

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Die Idee ist nicht ganz neu. Vor einem Jahr hatte der US-Verlag Macmillan angekündigt, mit solchen Sonderausgaben die Verkäufe von E-Books anzukurbeln. Wenn zwei digitale Ausgaben erhältlich seien, dann seien Leser in der Hälfte der Fälle bereit, mehr Geld für eine angereicherte Ausgabe auszugeben, sagte Ana Maria Allessi der Zeitung. Sie leitet Harper Media, eine Abteilung des Verlages Harper Collins. Harper Media hat gerade eine erweiterte E-Book-Version des Buches "The Last Boy: Mickey Mantle and the End of America's Childhood" herausgebracht.

Als gedrucktes Buch verkaufte sich die Biografie des beliebten Baseballspielers knapp 100.000-mal, als E-Book über 9.000-mal. Jetzt hat Harper Media eine Version des E-Books auf den Markt gebracht, die zusätzlich acht Videos mit einer Länge von insgesamt einer halben Stunde enthält. Diese bietet Harper für 17 US-Dollar an, während der Preis für die herkömmliche Version um 2 US-Dollar auf 13 US-Dollar gesenkt wurde.

Da die E-Book-Reader, die ein E-Paper-Display haben, derzeit keine Videos darstellen, sind die erweiterten E-Books eher für den Computer, für Smartphones oder das iPad geeignet. Der US-Verlag Simon & Schuster bietet seit 2009 für diese Geräte Vooks an, mit Videos angereicherte E-Books für den Computer oder das iPhone.

Erweitertes E-Book und E-Book-App

Neben normalen und erweiterten E-Books gibt es schließlich noch eine dritte Variante: die App für das iPad. Diese umfasst multimediale oder interaktive Elemente, enthält aber meist nicht den vollständigen Text. Dafür ist die App oft günstiger als das E-Book.

Für die Verlage stellt sich nun die Frage, in welcher Reihenfolge sie die verschiedenen Ausgaben veröffentlichen sollen. Wegen der zum Teil recht großen Preisunterschiede etwa erwogen sie, E-Books später als die gedruckte Ausgabe auf den Markt zu bringen. Analog stellt sich nun die Frage nach der Reihenfolge von E-Book, erweitertem E-Book und E-Book-App.

Was kommt zuerst?

Das testet beispielsweise der US-Verlag Perseus: Der hat kürzlich die App "JFK: 50 Days" veröffentlicht, die auf dem Buch "JFK: Day by Day" basiert, das Terry Golway und Les Krantz anlässlich des 50. Jahrestages der Wahl von John F. Kennedy zum US-Präsidenten herausgebracht haben. Die 7 US-Dollar teure App enthält neben Texten Videos, Fotos und ein Interview mit Kennedy. Im Januar will Perseus eine angereicherte E-Book-Version für 10 US-Dollar auf den Markt bringen. Die wird weniger Videos enthalten, dafür deutlich mehr Text und soll auf mehr Geräten als dem iPad verfügbar sein.

Es sei eine Testphase, sagt Perseus-Chef David Steinberger. Die Zielgruppen der beiden Produkte seien verschieden. Sie probierten aus: Wie viele Video braucht ein Produkt, wann ist der richtige Veröffentlichungszeitpunkt.

[Macmillan gehört wie Golem.de zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck]



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samy 28. Nov 2010

Genau. Schröder muss ja schuld sein, irgendwie halt. Wer wird abgemahnt? Die Preise für...

die neuen Apps 28. Nov 2010

Die Droschkenkutscher vs. Auto-Fahrer. Dampfwagen gegen die "Explosions-Motoren...


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