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Abgase reduzieren

Telekom und GTZ kooperieren bei Verkehrsprojekt

Smartphones, GPS und Google Maps sollen künftig dazu eingesetzt werden, um Verkehrsströme zu lenken und so Abgase zu reduzieren. Um das zu realisieren, arbeiten die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und die Deutsche Telekom zusammen.

Mit Hilfe von Informationstechnik, Mobilfunk und Satellitenortung sollen künftig die Verkehrsströme in den chinesischen Metropolen Peking und Schanghai gelenkt werden. Dadurch sollen Fahrer ihre Routen besser planen können, was Abgasemissionen verringern soll.

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Erstes Projekt auf der Expo 2010

An dem Projekt beteiligen sich die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und die Deutsche Telekom. Ein erstes gemeinsames Projekt, Pay-as-you-Pollute, gab es bereits auf der Weltausstellung in Schanghai, die am 31. Oktober 2010 zu Ende gegangen ist. Dort wurde eine Flotte von 50 Fahrzeugen, mit denen prominente Gäste chauffiert wurden, mit Smartphones ausgestattet, auf denen eine spezielle Anwendung lief.

Die Software zeichnete die Streckenprofile der zurückgelegten Fahrwege sowie die Beschleunigungs- und Bremsvorgänge im Auto auf. Diese Daten wurden dann mit den Herstellerangaben über den Treibstoffverbrauch zusammengeführt. Damit konnten in Echtzeit die Kohlendioxidemissionen rund um die Messe berechnet werden. Wissenschaftler der Schanghaier Tongji-Universität erstellten aus den Daten zeitgleich ein Bild der Verkehrsströme und Emissionen in der Stadt.

Emissionszertifikate für Fahrzeugflotten

Künftig könnten Autofahrer anhand dieser Daten beispielsweise ihre Fahrtrouten so planen, dass sie die Umwelt besonders wenig belasten. Sie lassen sich auf dem Smartphone bei Google Maps oder auf dem Navigationsgerät anzeigen, auf welcher Strecke zum Ziel am wenigsten Kohlendioxid emittiert wird. Flottenbetreiber oder Verkehrsbehörden könnten diese Daten dazu nutzen, Verkehrsströme möglichst umweltschonend zu steuern. Außerdem könnten Schwellenländer Zertifikate für Kohlendioxidemissionen für Lieferfahrzeuge oder Fahrzeugflotten ausgeben. So würden sie gleichzeitig Anreize schaffen, um Abgase zu reduzieren, und Geld einnehmen.

Die Maßnahmen sollen zunächst in Peking und Schanghai umgesetzt werden. Später sollen weitere Großstädte in den Schwellenländern Asiens, Südamerikas und Afrikas folgen. In China sind solche Maßnahmen besonders dringlich: Von den 20 am stärksten verschmutzten Städten der Welt befinden sich allein 16 in China.

Google Maps als Staumelder

Google hat 2009 ein ähnliches Projekt gestartet: Autofahrer aktivieren die GPS-Funktion ihres Smartphones. Die Geräte übermitteln die Positionsdaten anonymisiert in regelmäßigen Abständen an Google. Aus dem Abgleich der Daten lässt sich erkennen, mit welcher Geschwindigkeit sich die Autos bewegen. Daraus wiederum lässt sich das aktuelle Verkehrsaufkommen auf einer Straße ermitteln. Die Daten werden als Staus auf Google Maps dargestellt. Autofahrer können ihre Strecken dann so planen, dass sie den Stau umfahren.


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