Abo
  • IT-Karriere:

Lamebook

Facebook schmeißt Konkurrenten raus

Facebook hat seinen Nutzern verboten, das Wort Lamebook zu verwenden. Damit hat das Netzwerk gezeigt, wie abhängig wir von seiner Gnade sind.

Artikel veröffentlicht am ,
Lamebook: Facebook schmeißt Konkurrenten raus

Die Seite "Lamebook" will eine Parodie auf Facebook sein. Deshalb gibt es nun einigen Ärger. Ein harmloses Blog mit zweifelhaftem Humor führt derzeit vor, was es bedeutet, wenn eine halbe Milliarde Menschen ihre Kommunikation einem Anbieter anvertraut: Sie werden abhängig von dessen Willen. Lamebook heißt die Seite in Veralberung des Ursprungsnamens. Sie beschäftigt sich damit, nach ihrer Meinung lustige Statusmeldungen und Bilder aus Facebook herauszupicken und gesammelt zu präsentieren.

Stellenmarkt
  1. RSG Group GmbH, Berlin
  2. Weleda AG, Schwäbisch Gmünd

Facebook findet das gar nicht lustig und hat erstens die Betreiber wegen Markenrechtsverletzung verklagt. Zweitens, und für das Thema Freiheit im Netz viel relevanter, hat es innerhalb von Facebook den Begriff "Lamebook" gesperrt.

  • Facebook-Parodie Lamebook - beim großen Vorbild in Ungnade gefallen
Facebook-Parodie Lamebook - beim großen Vorbild in Ungnade gefallen

Die Fan-Page von Lamebook innerhalb von Facebook wurde gelöscht, und von außen war es nicht mehr möglich, die Website zu mögen, der Like-Knopf war abgeschaltet. Wer in Facebook zu der Website verlinken wollte, konnte das nicht. Wer in einer Statusmeldung den Begriff verwenden wollte, konnte das nicht. Wer in einer Facebook-Mail den Namen benutzte, bekam eine Fehlermeldung: "Diese Nachricht enthält gesperrten Inhalt, der als missbräuchlich oder als Spam gekennzeichnet wurde."

Facebook versteht keinen Spaß

Die Blockade ging so weit, dass Facebook sich in die Kommentar-Threads einzelner User einmischte und sie vor der Verwendung des Begriffes warnte - wie Lamebook selbst dokumentiert.

Ein Kevin schrieb in seine Statusmeldungen den Beginn eines sogenannten Knock-Knock-Jokes: "Klopf, klopf." Eine Natalie ging auf den Gag ein und antwortete: "Wer ist da?" Kevin: "LAME..." Natalie: "Lame wer?" Um sofort eine Antwort von Facebook zu bekommen mit den drohenden Worten: "Hey Kev, wenn ich du wäre, würde ich den Witz nicht beenden."

Lamebook soll in der Welt Facebooks offensichtlich nicht mehr existieren. Gegenüber dem Technologieblog Techcrunch rechtfertigte Facebook sich mit den eigenen Geschäftsbedingungen, die es verböten, Dinge zu posten, die Rechte anderer Personen verletzten.

Die Totalblockade geschah zwar nur für wenige Stunden in der Nacht zum Dienstag. Doch sie zeigte, welche Macht in der Tatsache verborgen ist, dass so viele Menschen so vieles über das Netzwerk teilen. Bestimmte Dinge können einfach ausgesperrt werden. [von Kai Biermann / Zeit Online]



Anzeige
Top-Angebote
  1. 10,99€ (ohne Prime oder unter 29€ + Versand)
  2. (u. a. Samsung U32J590UQU UHD-Monitor + Xbox One S 1 TB Bundle mit The Division 2 oder Minecraft...
  3. (u. a. WD Elements Desktop 4 TB für 82,99€)

hmjam 28. Nov 2010

Wenn man nun mal einen Vergleich zieht: "ein paar Millionen FB-Nutzer..." gegen ein paar...

ydfhrnzndbxhfxtd 28. Nov 2010

Tja so ist das wenn Zwei sich streiten da steigt dann schonmal der Dritte aus :p

Spucklama 26. Nov 2010

Eine Gruppe von zig-tausenden interessiert doch kaum einen. Viel cooler wäre doch auf so...

F cebook Kenner 26. Nov 2010

geht nicht

i like 26. Nov 2010

Najo so gehts noch "|_amebook" und man kanns auch noch lesen ;)


Folgen Sie uns
       


Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln
  2. Waymo One Lyft vermittelt Waymos autonome Taxis
  3. OPA, Mems und MMT Wer baut den ersten Super-Lidar?

IT-Headhunter: ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
IT-Headhunter
ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

Marco Nadol vermittelt für Hays selbstständige Informatiker, Programmierer und Ingenieure in Unternehmen. Aus langjähriger Erfahrung als IT-Headhunter weiß er mittlerweile sehr gut, was ihre Chancen auf dem Markt erhöht und was sie verschlechtert.
Von Maja Hoock

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?
  3. Milla Bund sagt Pläne für KI-gesteuerte Weiterbildungsplattform ab

Wasserkühlung erforderlich: Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen
Wasserkühlung erforderlich
Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen

Entwickler erwarten einen deutlich höheren Leistungsbedarf für die Prozessoren autonomer Autos. Doch nicht nur die erforderliche Kühlung, auch der Energiehunger könnte zum Problem werden.
Von Friedhelm Greis

  1. Neuer Bordrechner Elon Musk kündigt Robotaxis für 2020 an
  2. Weitreichende Zusammenarbeit BMW und Daimler wollen bei Elektroautos kooperieren
  3. Laserscanner Waymo verkauft selbst entwickelte "Honigwabe"

    •  /