Abo
  • IT-Karriere:

Lamebook

Facebook schmeißt Konkurrenten raus

Facebook hat seinen Nutzern verboten, das Wort Lamebook zu verwenden. Damit hat das Netzwerk gezeigt, wie abhängig wir von seiner Gnade sind.

Artikel veröffentlicht am ,
Lamebook: Facebook schmeißt Konkurrenten raus

Die Seite "Lamebook" will eine Parodie auf Facebook sein. Deshalb gibt es nun einigen Ärger. Ein harmloses Blog mit zweifelhaftem Humor führt derzeit vor, was es bedeutet, wenn eine halbe Milliarde Menschen ihre Kommunikation einem Anbieter anvertraut: Sie werden abhängig von dessen Willen. Lamebook heißt die Seite in Veralberung des Ursprungsnamens. Sie beschäftigt sich damit, nach ihrer Meinung lustige Statusmeldungen und Bilder aus Facebook herauszupicken und gesammelt zu präsentieren.

Stellenmarkt
  1. Paul Henke GmbH & Co. KG, Löhne
  2. MACH AG, Berlin, Lübeck

Facebook findet das gar nicht lustig und hat erstens die Betreiber wegen Markenrechtsverletzung verklagt. Zweitens, und für das Thema Freiheit im Netz viel relevanter, hat es innerhalb von Facebook den Begriff "Lamebook" gesperrt.

  • Facebook-Parodie Lamebook - beim großen Vorbild in Ungnade gefallen
Facebook-Parodie Lamebook - beim großen Vorbild in Ungnade gefallen

Die Fan-Page von Lamebook innerhalb von Facebook wurde gelöscht, und von außen war es nicht mehr möglich, die Website zu mögen, der Like-Knopf war abgeschaltet. Wer in Facebook zu der Website verlinken wollte, konnte das nicht. Wer in einer Statusmeldung den Begriff verwenden wollte, konnte das nicht. Wer in einer Facebook-Mail den Namen benutzte, bekam eine Fehlermeldung: "Diese Nachricht enthält gesperrten Inhalt, der als missbräuchlich oder als Spam gekennzeichnet wurde."

Facebook versteht keinen Spaß

Die Blockade ging so weit, dass Facebook sich in die Kommentar-Threads einzelner User einmischte und sie vor der Verwendung des Begriffes warnte - wie Lamebook selbst dokumentiert.

Ein Kevin schrieb in seine Statusmeldungen den Beginn eines sogenannten Knock-Knock-Jokes: "Klopf, klopf." Eine Natalie ging auf den Gag ein und antwortete: "Wer ist da?" Kevin: "LAME..." Natalie: "Lame wer?" Um sofort eine Antwort von Facebook zu bekommen mit den drohenden Worten: "Hey Kev, wenn ich du wäre, würde ich den Witz nicht beenden."

Lamebook soll in der Welt Facebooks offensichtlich nicht mehr existieren. Gegenüber dem Technologieblog Techcrunch rechtfertigte Facebook sich mit den eigenen Geschäftsbedingungen, die es verböten, Dinge zu posten, die Rechte anderer Personen verletzten.

Die Totalblockade geschah zwar nur für wenige Stunden in der Nacht zum Dienstag. Doch sie zeigte, welche Macht in der Tatsache verborgen ist, dass so viele Menschen so vieles über das Netzwerk teilen. Bestimmte Dinge können einfach ausgesperrt werden. [von Kai Biermann / Zeit Online]



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. 69,99€ (Release am 21. Februar 2020, mit Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 69,99€ (Release am 25. Oktober)
  4. (-78%) 2,20€

hmjam 28. Nov 2010

Wenn man nun mal einen Vergleich zieht: "ein paar Millionen FB-Nutzer..." gegen ein paar...

ydfhrnzndbxhfxtd 28. Nov 2010

Tja so ist das wenn Zwei sich streiten da steigt dann schonmal der Dritte aus :p

Spucklama 26. Nov 2010

Eine Gruppe von zig-tausenden interessiert doch kaum einen. Viel cooler wäre doch auf so...

F cebook Kenner 26. Nov 2010

geht nicht

i like 26. Nov 2010

Najo so gehts noch "|_amebook" und man kanns auch noch lesen ;)


Folgen Sie uns
       


iOS 13 ausprobiert

Apple hat iOS 13 offiziell vorgestellt. Die neue Version des mobilen Betriebssystems bringt unter anderem den Dark Mode sowie zahlreiche Verbesserungen einzelner Apps.

iOS 13 ausprobiert Video aufrufen
Change-Management: Die Zeiten, sie, äh, ändern sich
Change-Management
Die Zeiten, sie, äh, ändern sich

Einen Change zu wollen, gehört heute zum guten Ton in der Unternehmensführung. Doch ein erzwungener Wandel in der Firmenkultur löst oft keine Probleme und schafft sogar neue.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. IT-Jobs Der Amtsschimmel wiehert jetzt agil
  2. MINT Werden Frauen überfördert?
  3. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

IT-Sicherheit: Auch kleine Netze brauchen eine Firewall
IT-Sicherheit
Auch kleine Netze brauchen eine Firewall

Unternehmen mit kleinem Geldbeutel verzichten häufig auf eine Firewall. Das sollten sie aber nicht tun, wenn ihnen die Sicherheit ihres Netzwerks wichtig ist.
Von Götz Güttich

  1. Anzeige Wo Daten wirklich sicher liegen
  2. Erasure Coding Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
  3. Endpoint Security IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Internetprovider: P(y)ures Chaos
Internetprovider
P(y)ures Chaos

95 Prozent der Kunden des Internetproviders Pyur bewerten die Leistung auf renommierten Bewertungsportalen mit der Schulnote 6. Ein Negativrekord in der Branche. Was steckt hinter der desaströsen Kunden(un)zufriedenheit bei der Marke von Tele Columbus? Ein Selbstversuch.
Ein Erfahrungsbericht von Tarik Ahmia

  1. Bundesnetzagentur Nur 13 Prozent bekommen im Festnetz die volle Datenrate

    •  /