Diaspora: Freier Facebook-Konkurrent nun im Alphatest

Die ersten Einladungen für den Diaspora-Alphatest sind bereits verschickt worden. Laut Diaspora-Blog(öffnet im neuen Fenster) sollen jede Woche weitere Interessenten eingeladen werden, los geht es mit denjenigen, die Diaspora finanziell über Kickstarter unterstützt haben . Schließlich folgen Stück für Stück die Mitglieder des Diaspora-E-Mail-Verteilers. Mit der langsam steigenden Zahl der Diaspora-Nutzer sollen mögliche Leistungsengpässe entdeckt und dabei Funktion so schnell wie möglich verbessert werden können.
Die Diaspora-Gründer zeigen sich stolz über den Entwicklungsstand ihres dezentral organisierten sozialen Netzwerks. Es habe nun einen Punkt erreicht, an dem die Community weiter damit arbeiten könne. Entsprechend werden auch interessierte Ruby- und Javascript-Entwickler für Diaspora(öffnet im neuen Fenster) gesucht, die gemeinsam an einer Alternative zu zentralen, kommerziellen sozialen Netzwerken arbeiten wollen.
Die Aufgaben für die kommenden Monate umfassen unter anderem eine Verbesserung der Sicherheit des Netzwerks und der Dokumentation des Open-Source-Quellcodes. Ein Teil des Codes, mit dem Neues ausprobiert wurde, muss auch noch in eine ordentlichere Form gebracht werden. Für Betreiber von Diaspora-Servern ("Pods") soll das noch häufiger nötige Updaten der in Entwicklung befindlichen Software bequemer werden. Außerdem soll die Entwicklung alternativer Diaspora-Clients durch Ausbau der APIs leichter gemacht werden.
Über Diaspora können Nutzer ihre Kontakte Gruppen zuweisen, die bestimmte Rollen in ihrem Leben spielen. Diese werden als Aspekte ("aspects") bezeichnet, sie sollen es klarer machen, wer bestimmte Nachrichten oder Fotos bekommt und von wem wiederum Nachrichten empfangen werden. "Es ist nicht perfekt, aber der beste Weg es zu verbessern, ist, es selbst zu nutzen und die eigene Reaktion zu beobachten" , schreiben die Diaspora-Gründer Maxwell, Raphael, Daniel und Ilya im offiziellen Blog(öffnet im neuen Fenster) .
Diaspora(öffnet im neuen Fenster) ist nicht das einzige freie, offene und private soziale Netzwerk, das die Bindung an Facebook und andere zentral geführte Dienste brechen soll. Es konkurriert mit Projekten wie Appleseed und Openneuronet . Diaspora ist allerdings das weltweit bekannteste Projekt dieser Art, es wurde zu einem Zeitpunkt angekündigt, als der Social-Networking-Gigant Facebook wegen Datenschutzproblemen in die öffentliche Kritik geraten war.