Abo
  • Services:
Anzeige
Thilo Weichert
Thilo Weichert

Vorratsdatenspeicherung

Datenschützer Thilo Weichert verteidigt Quick-Freeze-Plus

Schleswig-Holsteins Landesdatenschützer Thilo Weichert hält die Onlinedurchsuchung und die klassische Telekommunikationsüberwachung durch Kripo und Geheimdienste für nicht ausreichend. Golem.de sagte er, warum er für Quick-Freeze-Plus mit einer begrenzten Vorratsdatenspeicherung eintritt.

Schleswig-Holsteins Landesdatenschützer Thilo Weichert gilt als einer der engagiertesten Überwachungsgegner der Republik. Nun befürwortet er das Konzept Quick-Freeze-Plus mit einer begrenzten Vorratsdatenspeicherung. Staatliche "Telekommunikationsüberwachung und Onlinedurchsuchung genügen deshalb nicht, weil dafür erst die Identifikation eines Verdächtigen nötig ist. Und hierfür haben die Strafverfolger als einziges Fadenende tatsächlich oft nur die IP-Adresse in der Hand", sagte Weichert Golem.de.

Anzeige

Onlinedurchsuchung und klassische Telekommunikationsüberwachung seien "völlig andere Ermittlungsansätze, die bei vielen Formen der - auch schweren - Kriminalität nichts bringen. Daher habe ich Verständnis für den Bedarf an Verkehrsdaten", sagte Weichert. Aber die Strafverfolger hätten ihren Bedarf bis heute nicht spezifiziert und abgewogen. Weichert: "So lange sie dies nicht tun, solange werden sie auch kaum an mehr Verkehrsdaten kommen als gerade jeweils - mehr oder weniger zufällig - verfügbar sind."

Überwachungsgegner wie der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung haben Quick-Freeze-Plus als völlig inakzeptabel bezeichnet, weil jede Form der Vorratsdatenspeicherung einen Generalverdacht über alle Bürger verhänge, die Privatsphäre gefährde und das Kommunikationsverhalten von Millionen von Menschen beeinflusse.

Quick-Freeze-Plus sei notwendig, so die Befürworter, weil bei bestimmten Straftaten die Zuordnung von dynamischen IP-Adressen zu Verursachern nicht möglich sei, da insbesondere bei Flatrateverträgen keine Daten aufgezeichnet würden, die eingefroren werden könnten. Daher wollen Weichert und Schaar eine beschränkte Speicherungsverpflichtung für Verkehrsdaten einführen.

Andere halten dies für nicht notwendig, weil das umfassende Abhören von Terrorverdächtigen, inklusive des Einsatzes des Bundestrojaners, längst rechtlich möglich ist. "In konkreten Verdachtsfällen auf schwerste Straftaten kann Telekommunikation - und mithin auch Telekommunikationsverbindungsdaten - überwacht werden", hält die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz, dagegen.


eye home zur Startseite
Youssarian 24. Nov 2010

Bei einer anlasslosen Vorratsdatenspeicherung werden natürlich weit überwiegend...

Youssarian 24. Nov 2010

Na, dann hätte sie doch etwas gebracht. Dummerweise wurde die im Rahmen der gesetzlich...

irgendjemand 24. Nov 2010

muss heißen Datenschutz-Gegner!

he.he 24. Nov 2010

*aufs bild starr* OH MEIN GOTT!!!!

GehtsNoch 23. Nov 2010

...wie der Rest unserer Politchose. Setzen, 6!



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, München, Nürnberg
  2. ALDI SÜD, Mülheim an der Ruhr
  3. aiticon GmbH, Frankfurt am Main, Hoppstädten-Weiersbach
  4. AVS GmbH Datamanagement & Customer Care, Bayreuth


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (Core i5-7600K + Asus GTX 1060 Dual OC)

Folgen Sie uns
       


  1. Bayerischer Rundfunk

    Fernsehsender wollen über 5G ausstrahlen

  2. Kupfer

    Nokia hält Terabit DSL für überflüssig

  3. Kryptowährung

    Bitcoin notiert auf neuem Rekordhoch

  4. Facebook

    Dokumente zum Umgang mit Sex- und Gewaltinhalten geleakt

  5. Arduino Cinque

    RISC-V-Prozessor und ESP32 auf einem Board vereint

  6. Schatten des Krieges angespielt

    Wir stürmen Festungen! Mit Orks! Und Drachen!

  7. Skills

    Amazon lässt Alexa natürlicher klingen

  8. Cray

    Rechenleistung von Supercomputern in der Cloud mieten

  9. Streaming

    Sky geht gegen Stream4u.tv und Hardwareanbieter vor

  10. Tado im Langzeittest

    Am Ende der Heizperiode



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

Google I/O: Google verzückt die Entwickler
Google I/O
Google verzückt die Entwickler
  1. Neue Version im Hands On Android TV bekommt eine vernünftige Kanalübersicht
  2. Play Store Google nimmt sich Apps mit schlechten Bewertungen vor
  3. Daydream Standalone-Headsets auf Preisniveau von Vive und Oculus Rift

Panasonic Lumix GH5 im Test: Die Kamera, auf die wir gewartet haben
Panasonic Lumix GH5 im Test
Die Kamera, auf die wir gewartet haben
  1. Die Woche im Video Scharfes Video, spartanisches Windows, spaßige Switch

  1. Re: Bitcoin ist ein Witz - keine Spekulation möglich

    netztroll | 19:36

  2. Re: Bei der Telekom wuerde ich nichts mehr glauben!

    Jaddy96 | 19:35

  3. Re: Hmm vor 2-3 Monaten hieß es noch vor 2020...

    bombinho | 19:33

  4. Kauf-Check: Was ist jetzt in STAR CITIZEN spielbar?

    ArcherV | 19:31

  5. Re: an Golem: Videos bitte wieder download-bar...

    Phantom | 19:30


  1. 18:45

  2. 16:35

  3. 16:20

  4. 16:00

  5. 15:37

  6. 15:01

  7. 13:34

  8. 13:19


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel