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The Witcher 2: Kein DRM - aber Abmahnungen

Das Rollenspiel The Witcher 2 erscheint ohne technischen Kopierschutz – in der Spieleszene kam diese Nachricht gut an. Entwickler CD Projekt will sich stattdessen mit Hilfe von Anwaltskanzleien gegen Schwarzkopierer wehren.
/ Peter Steinlechner
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Das polnische Entwicklerstudio CD Projekt will sein Rollenspiel The Witcher 2 online über das hauseigene Downloadportal GOG.com vertreiben. Die Version, die Spieler dort voraussichtlich ab Mai 2011 bekommen, enthält keinen Schutz durch ein DRM-System . Stattdessen will CD Projekt mit Unternehmen zusammenarbeiten, die in Torrent-Netzwerken nach Schwarzkopien fahnden – und mit Anwaltskanzleien, die offenbar Abmahnschreiben verschicken sollen. Das hat Eurogamer.net(öffnet im neuen Fenster) von Marcin Iwiński erfahren, einem der Gründer von CD Projekt.

The Witcher 2 – Spielszenen-(Gameplay-)Trailer
The Witcher 2 – Spielszenen-(Gameplay-)Trailer (04:36)

"In einigen größeren Ländern müssen diejenigen, die es [The Witcher 2; Anm. d. Red.] illegal runterladen, mit einem Brief von einer Anwaltskanzlei rechnen, in dem steht, 'Hallo, du hast illegal geladen und jetzt musst du eine Strafe zahlen'" , sagte Iwiński. Die Details würden derzeit geklärt.

Die Pläne von CD Projekt erinnern unter anderem an das – höchst umstrittene – Vorgehen von Teilen der Musikindustrie, die Schwarzkopierer mit zum Teil hohen Strafzahlungen und Abmahngebühren belangt. Probleme verursachte dabei oft die Frage, wer den Verstoß gegen das Urheberrecht begangen hat – unter Umständen weiß der Halter eines Internetanschlusses nicht im Detail, was beispielsweise Sohn oder Tochter im Internet treiben. Golem.de hat bei CD Projekt um Aufklärung gebeten, Antworten liegen (noch) nicht vor.


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