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Clamwin: Virenscanner macht Windows-System unbrauchbar

Der freie Windows-Virenscanner Clamwin hat aufgrund eines Fehlers wichtige Systemdateien für eine Windows-Installation in die Quarantäne verschoben. Dadurch sind solche Systeme nicht mehr funktionstüchtig. Die Clamwin-Macher haben zwar schnell reagiert und ein Reparaturprogramm geschrieben, aber dabei traten neue Schwierigkeiten auf.
/ Ingo Pakalski
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Der Fehler trat beim Update der Virensignaturen von Clamwin(öffnet im neuen Fenster) auf. Etliche Windows-Systemdateien wurden fälschlicherweise als Schadsoftware erkannt und in den Quarantäne-Bereich von Clamwin verschoben. Danach ist ein solches System nicht mehr zu gebrauchen, der Clamwin-Macher empfiehlt als sichersten Weg, ein aktuelles Backup zurückzuspielen.

Als weiteren Lösungsweg hat der Clamwin-Macher die Reparatursofware QRestore(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht, mit der sich alle verschobenen Windows-Dateien restaurieren lassen sollen. QRestore setzt mindestens Windows XP voraus. Die Software analysiert die Log-Datei von Clamwin und versucht, die vorgenommenen Änderungen rückgängig zu machen. Allerdings ist Clamwins Log-Datei laut Nutzerberichten auf eine Größe von 1 MByte begrenzt. Mit der Log-Datei lässt sich also nur ein Teil der verschobenen Dateien restaurieren.

Dann müssen Nutzer zusätzlich im Temp-Verzeichnis nach einer Datei namens tmp0bx8st(öffnet im neuen Fenster) suchen, in dieser Datei könnten dann alle verschobenen Windows-Dateien aufgeführt sein.

In der kommenden Version von Clamwin soll die Quarantäne-Funktion verändert werden. Dann sollten sich solche Änderungen auch ohne Log-Datei rückgängig machen lassen, heißt es(öffnet im neuen Fenster) .


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