John Carmack im Interview (2)

"Apple und Google gegeneinander ausspielen"

Mit dem Spiel "Mutant Bash TV", einem Ableger von Rage, setzt John Carmack wieder einmal auf einer Plattform Maßstäbe - diesmal aber nur für iOS-Geräte. Im Exklusivinterview mit Golem.de erklärt der Programmierer, was er sich von Handhelds in der Zukunft wünscht und was deren Hersteller für 3D-Spiele alles ändern sollten. Außerdem sprach er über die Schwierigkeiten bei der Portierung von Rage auf iOS (Interview Teil 1).

Artikel veröffentlicht am ,
John Carmack, id Software
John Carmack, id Software

Zusammen mit Tim Sweeney von Epic Games gilt John Carmack als eines der 3D-Wunderkinder der 1990er Jahre. Seine 3D-Engines für Wolfenstein 3D (1992) und vor allem Doom (1993) zeigten schon ohne Geometrieberechnung durch einen Grafikprozessor, was sich auf PCs grafisch erreichen lässt. Später schrieb sich Carmack auch eigene Extensions für OpenGL, um die Fähigkeiten nachzurüsten, die ihm Hard- und Softwarehersteller seiner Meinung nach vorenthalten hatten. Einige dieser Erweiterungen wurden auch in OpenGL übernommen.

Inhalt:
  1. John Carmack im Interview (2): "Apple und Google gegeneinander ausspielen"
  2. Treiber sind nicht mehr das Problem
  3. Entwickeln für iOS ist am einfachsten

Da die id-Spiele oft technisch jahrelang konkurrenzlos blieben, gewann Carmack großen Einfluss auf die Hardwarebranche, die diese Titel als Vorzeigeobjekte braucht. So drohte der Programmierer schon im Jahr 2002 vor der Veröffentlichung von Doom 3, er könne damit ATI oder Nvidia besser aussehen lassen.

Das gleiche Spiel betreibt Carmack jetzt wieder, denn ihm fehlt auf mobilen Geräten eine Funktion, die auf PCs seit den ersten AGP-Karten (1997) selbstverständlich ist: der virtuelle Speicher für Grafikdaten. "Wir können damit tolle Sachen machen, wenn wir nicht nur für die CPU virtuellen Speicher haben, sondern auch für Vertex-Indices und die Texturpuffer", sagt Carmack. Für Carmacks aktuelle Engine id Tech 5 ist das besonders wichtig, weil sie mit sehr großen, virtualisierten Texturen arbeitet.

"Es ist quasi mein Kreuzzug, das im nächsten Jahr auf mobilen Geräten zu bekommen", scherzt Carmack im Gespräch mit Golem.de. "Ich bin ziemlich sicher, dass ich es kriegen werde, auch wenn ich dafür vielleicht Apple und Google gegeneinander ausspielen muss". Google dürfte großes Interesse daran haben, dass die Rage-Spiele auch auf Android erscheinen - bisher sind sie nämlich nur für iOS geplant.

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Treiber sind nicht mehr das Problem 
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Jimmy Kater 22. Dez 2010

Ach ja, wie schön waren damals doch die Quake-LAN-Parties. Schade, dass Camack sich mit...

Trollversteher 22. Nov 2010

Aber natürlich, alles wird gut (verzweifelt die Pfleger-Taste drück...) Aha, Oma stampft...

xxxxxxxxxxxxxxx... 22. Nov 2010

Das ist ja genau die Kunst, so zu programmieren, dass es auch auf kleinen Geräten geht...

Trollversteher 22. Nov 2010

Tja, ich will Dir Deinen Spass an deiner rosa Fantasiewlt ja nicht trüben, aber manchmal...



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