Abo
  • Services:
Anzeige
IMHO: Einmal verpixelt, immer verpixelt

IMHO

Einmal verpixelt, immer verpixelt

Nach dem Start von Street View organisieren Bürger, deren Haus ungewollt verpixelt wurde, Widerstand: Sie setzen selbst Bilder ihrer Häuser auf Google. Datenschützer wollen nun auch diese verpixeln - doch wo ist die Grenze?

Nach dem Start von Street View in Deutschland wird sichtbar, wozu das Sommertheater um die Verpixelung von Häusern geführt hat. Zwar sind verpixelte Hausfassaden eher eine Ausnahme, doch so mancher ärgert sich, dass das eigene Haus hinter Pixelbrei verschwindet.

Anzeige

Das war absehbar, denn Google verpixelt auf Wunsch von Bewohnern und Hausbesitzern. Wer entscheidet im Streitfall, ob ein Haus verpixelt wird oder nicht? Für Google ist die Antwort bislang klar: Wenn auch nur ein Bewohner oder Besitzer eines Hauses oder eines Teils davon eine Unkenntlichmachung beantragt, wird verpixelt. Menschen, deren Häuser ungewollt verpixelt wurden, sammeln sich in der Facebook-Gruppe "Ungewollt verpixelt" und organisieren Widerstand.

Dieser Widerstand besteht zunächst darin, selbst Ansichten der eigenen Wohnhäuser in Google verfügbar zu machen - mit eigenen Fotos. Der Schlüssel dazu ist Googles Dienst Panoramio. Dieser blendet von Nutzern gemachte Fotos in Google Maps ein und zeigt ähnlich wie Street View unter anderem Häuserfronten.

Das darf nicht sein, meint Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar: "Es kann nicht sein, dass dritte Personen die Entscheidung von Hausbesitzern gegen eine Darstellung ihrer Wohnsituation bewusst ignorieren und über den Fotodienst Panoramio Ansichten von verpixelten Häusern anfertigen, die Google dann selbst unverpixelt auf Street View einstellt". Google widerspricht. Man wolle keine "Zensur an User Generated Content betreiben".

Bei Street View gilt derweil: einmal verpixelt, immer verpixelt. Einen Weg zurück vom verpixelten Haus gibt es nicht, denn entsprechend den Absprachen mit den Datenschützern hat Google auch die Rohdaten unkenntlich gemacht. Wer regelmäßig umzieht, hat also die Chance, mehr und mehr Häuser in Street View auf Dauer verpixeln zu lassen. Zudem ist es wohl mit Tricks möglich, auch fremde Häuser verpixeln zu lassen, das zumindest vermuten die Hamburger Grünen, denn auch deren Büros sind zu ihrem Ärger verpixelt.

Was würde es bedeuten, wenn sich die Auffassung von Herrn Caspar durchsetzen würde und auch die Panoramio-Bilder verpixelt oder gesperrt werden? Dürften dann auch keine mit Geotags versehenen Fotos von Häusern mehr auf Seiten wie Flickr veröffentlicht werden? Oder dürften auf Immobilienseiten keine Bilder von Häusern mehr abgebildet werden? Schließlich sind auch diese Fotos in aller Regel mit der jeweiligen Adresse verknüpft. Und wie ist es mit einem Straßenmarathon - dürfte er nicht mehr im Internet übertragen werden?


eye home zur Startseite
guidot 23. Nov 2010

Also ein gängiges Wort, das den Sachverhalt ziemlich gut trifft, wäre "verschleiern", für...

kevla 23. Nov 2010

ich glaub eher umgekehrt

kevla 23. Nov 2010

JEDER der auch nur n bißchen ahnung von der materie hat, weiß dass du n laberheini...

lulula 22. Nov 2010

...und wenn Google sich dazu entschließt, seine Bilder nur so zu veröffentlichen, dass...

Sarkast Ungehor 22. Nov 2010

Die Höhe ist das einzige Kritikmoment das meiner Meinung nach Geltung bekommen könnte...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Kommunales Rechenzentrum Niederrhein GmbH, Kamp-Lintfort
  2. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring
  3. Automotive Safety Technologies GmbH, Ingolstadt
  4. Zurich Gruppe Deutschland, Bonn


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Game of Thrones, Big Bang Theory, The Vampire Diaries, Supernatural)
  2. (u. a. Logan Blu-ray 9,97€, Deadpool Blu-ray 8,97€, Fifty Shades of Grey Blu-ray 11,97€)

Folgen Sie uns
       


  1. LAA

    Nokia und T-Mobile erreichen 1,3 GBit/s mit LTE

  2. Alcatel 1X

    Android-Go-Smartphone mit 2:1-Display kommt für 100 Euro

  3. Apple

    Ladestation Airpower soll im März 2018 auf den Markt kommen

  4. Radeon Software Adrenalin 18.2.3

    AMD-Treiber macht Sea of Thieves schneller

  5. Lifebook U938

    Das fast perfekte Business-Ultrabook bekommt vier Kerne

  6. Wochenrückblick

    Früher war nicht alles besser

  7. Raumfahrt

    Falsch abgebogen wegen Eingabefehler

  8. Cloud

    AWS bringt den Appstore für Serverless-Software

  9. Free-to-Play-Strategie

    Total War Arena beginnt den Betabetrieb

  10. Funkchip

    US-Grenzbeamte können Pass-Signaturen nicht prüfen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Entdeckertour angespielt: Assassin's Creed Origins und die Spur der Geschichte
Entdeckertour angespielt
Assassin's Creed Origins und die Spur der Geschichte
  1. Assassin's Creed Denuvo und VM Protect bei Origins ausgehebelt
  2. Sea of Thieves angespielt Zwischen bärbeißig und böse
  3. Rogue Remastered Assassin's Creed segelt noch mal zum Nordpol

Axel Voss: "Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"
Axel Voss
"Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"
  1. EU-Urheberrechtsreform Kompromissvorschlag hält an Uploadfiltern fest
  2. Leistungsschutzrecht EU-Ratspräsidentschaft schlägt deutsches Modell vor
  3. Fake News Murdoch fordert von Facebook Sendegebühr für Medien

Star Trek Discovery: Die verflixte 13. Folge
Star Trek Discovery
Die verflixte 13. Folge
  1. Star Trek Bridge Crew Sternenflotte verlässt Holodeck

  1. Re: Habe noch nie verstanden...

    Petterson | 00:31

  2. Re: klar Fehler passieren

    ecv | 00:27

  3. Re: LAA mit bereits erhältlichen Geräten

    gaym0r | 00:21

  4. Re: Anschlüsse!

    grorg | 24.02. 23:45

  5. Re: 2018

    kendon | 24.02. 23:35


  1. 22:05

  2. 19:00

  3. 11:53

  4. 11:26

  5. 11:14

  6. 09:02

  7. 17:17

  8. 16:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel