Abo
  • Services:

John Carmack im Interview (1)

Mobiles Rage war nicht leicht zu entwickeln

Ganz so einfach, wie bisher angekündigt, ist es offenbar doch nicht, die id-Tech-5-Engine auf mobile Geräte herunterzuskalieren. Mit welchen Schwierigkeiten id Software bei der Entwicklung von Rage - Mutant Bash TV zu kämpfen hatte, erklärt Chefprogrammierer John Carmack im Gespräch mit Golem.de. Außerdem sprach er darüber, was er sich von Handhelds in der Zukunft wünscht und was deren Hersteller für 3D-Spiele alles ändern sollten (Interview Teil 2).

Artikel veröffentlicht am ,

"Wir haben tolle Inhalte für das große Spiel, daraus wollten wir so viel wie möglich für mobile Plattformen herausmeißeln", sagt John Carmack von id Sofware im Gespräch mit Golem.de über den Ableger des großen Actionspiels Rage, den id Mitte November 2010 für iPhone, iPad und iPod touch veröffentlicht hat. Einfach war das aber nicht, erklärt Carmack: Besonders schwierig sei es gewesen, die für Rage-Mobile benötigten Daten aus den sogenannten Megatexturen des Spiels, das am 14. September 2011 für PC und Konsole erscheinen soll, in ein Format zu extrahieren, das auch auf der iOS-Plattform lauffähig ist.

Stellenmarkt
  1. PFALZKOM | MANET, Ludwigshafen
  2. Vector Informatik GmbH, Regensburg

Rage ist das erste High-End-Spiel, von dem vor Veröffentlichung eine Version für mobile Endgeräte auf Basis von Daten erscheint, die eigentlich für die PC- und Konsolenversion produziert werden. Das gilt insbesondere für die Megatexturen von Rage. Sonst ist es bei Games meist so, dass etwa eine Textur für eine Waffe in einer einzelnen Datei abgespeichert ist, die bei Bedarf in den Speicher geladen wird. Die für Rage verwendete id-Tech-5-Engine legt eine derartige Textur gesammelt mit allen anderen Oberflächenverkleidungen des Levels in der sogenannten Megatexture ab, die durchaus Größen von 128.000 x 128.000 Pixeln erreichen kann. Vorteil: Statt beispielsweise alle Maschinengewehre mit der gleichen Eisentextur zu überziehen, sieht jedes MG anders aus.

Die Algorithmen seien bei der mobilen Version die "größte Herausforderung" gewesen, sagte Carmack Golem.de: "Es ist ziemlich einfach, das irgendwie hinzubekommen - aber es ist schwierig, das gut zu machen." Drei Anläufe hätten die Entwickler dafür benötigt. "Außerdem war es gar nicht einfach zu entscheiden, welche Grafikdetails es überhaupt in die mobile Version von Rage schaffen sollen, welche sich sichtbar auswirken und welche nicht", erklärt Carmack weiter. Das Ergebnis: "Die Animationen stammen ohne Änderungen aus Rage, aber die Charaktere haben signifikant weniger Polygone". Übrigens: Selbst den Sound hat id direkt aus dem großen Rage ins kleine übertragen - allerdings mit 22 KHz statt mit 44 KHz.

Den Smartphone-Markt hält Carmack für Spieleentwickler weiterhin für problematisch - nicht nur, weil nur wenige Entwickler in diesem Segment gut verdienen könnten. "Ich sehe mir den Markt alle sechs Monate neu an, und die Gesamtzahl der Geräte ist riesig. Die Fragmentierung, insbesondere für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Grafikleistung, macht mir Sorgen. Wir möchten Rage gerne auf einer Reihe von Plattformen veröffentlichen, aber das wird nicht einfach", sagt Carmack.

2011 will Carmack zwei weitere Rage-Ableger für mobile Endgeräte herausbringen - und dann nicht nur für iPhones und iPads. "Wir visieren eine simultane Veröffentlichung für iOS und Android an - aber ich würde nicht darauf wetten, dass wir das schaffen".

Interview Teil 2: Carmack erklärt, was er sich von Handhelds in der Zukunft wünscht und was deren Hersteller für 3D-Spiele alles ändern sollten.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 249,90€ (bei Zahlung mit Masterpass zusätzlich 25€ Rabatt mit Gutschein: SOMMER25) - Bestpreis!
  2. (u. a. Toshiba N300 4 TB für 99€ statt 122,19€ im Vergleich, Samsung C24FG73 für 239€ statt...
  3. 49,97€ (Bestpreis!)

ich_bin 28. Dez 2010

na klar, deswegen sind auch echt viele vom Game Quake3 gefesselt gewesen und haben...

echi 22. Nov 2010

Wie völlig egal Speicherplatz heutzutage ist, werden einige hier wohl nie verstehen. Auf...

superlehrernanny 21. Nov 2010

Zurück in die Schule mit dir...."Eigentlich" schreib man so

blubub 19. Nov 2010

lol und ich wäre fast drauf reingefallen :D

irata_ 19. Nov 2010

Sag ich doch. Schon meine digitale Armbanduhr mit Taschenrechner aus den 80ern hatte...


Folgen Sie uns
       


Octopath Traveler - Livestream

Im Livestream zu Octopath Traveler erklären wir den Alltag im JRPG von Square Enix und Nintendo und verfallen später in eine Diskussion über Motivationsphilosophien in Games und das Genre allgemein.

Octopath Traveler - Livestream Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Künstliche Intelligenz Vages wagen
  2. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  3. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa-Teleskop Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
  2. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  3. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen

    •  /