Kartellbeschwerde: Wartungsdienstleister gegen Oracle
Die SIA wirft Oracle vor, durch neue Wartungsverträge das Wartungsgeschäft für Sun-Hardware mit einem Volumen von rund 2,4 Milliarden US-Dollar an sich zu ziehen und unabhängige Anbieter, die den Markt bislang bedient haben, aus dem Markt zu drängen. Oracle missbrauche seine dominierende Marktstellung, um neue Wartungsverträge durchzusetzen, heißt es in einem Brief der SIA an das US-Justizministerium (DOJ).
Anders als in den letzten Jahrzehnten unter Suns Ägide üblich, habe Oracle begonnen, den Zugang zu Betriebssystemupdates auf Nutzer mit aktuell laufenden Wartungsverträgen zu beschränken. Dadurch seien Nutzer, die auf Softwareupdates angewiesen seien, nicht mehr in der Lage, sich frei für einen Wartungsdienstleister zu entscheiden. Wer sich dennoch für einen unabhängigen Dienstleister entscheidet, müsse bei einer Rückkehr zu Oracle als Wartungsanbieter hohe Aufschläge zahlen. Dadurch versuche Oracle, zusätzlich Kunden an sich zu binden.
Zudem biete Oracle Kunden nur die Wahl, entweder alle Geräte oder keins unter Vertrag zu nehmen, so dass Kunden auch die Wartung einzelner Produkte nicht an andere Anbieter vergeben könnten.



