Internetdaten umgeleitet

US-Ausschuss wirft China Beteiligung an Cyberspionage vor

War es Absicht oder ein Versehen? Im April landete mehrere Minuten lang ein nicht unerheblicher Teil aller Internetdaten bei China Telecom. Das Staatsunternehmen bestreitet die Datenumleitung. Der Bericht eines Kongressausschusses zeigt jedoch, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, sondern dass von China aus systematisch ausländische Computer infiltriert werden. Die Regierung soll daran nicht unbeteiligt sein.

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Internetdaten umgeleitet: US-Ausschuss wirft China Beteiligung an Cyberspionage vor

Die US China Economic and Security Review Commission (USCC) hat in ihrem Jahresbericht 2010 der chinesischen Regierung vorgeworfen, in Computersysteme anderer Länder einzudringen sowie entsprechende Aktivitäten von Unternehmen und Bürgern zu unterstützen. Die USCC ist ein Kongressausschuss, der sich mit den Sicherheitsaspekten der Beziehungen zwischen den USA und China beschäftigt.

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"Die chinesische Regierung, die Kommunistische Partei sowie Bürger und Organisationen im Land dringen weiterhin in Computersysteme und Netze in den USA und anderen Ländern ein", heißt es in dem Bericht der USCC. Die Methoden, die die chinesischen Hacker anwendeten, seien ausgefeilter als früher. Vielfach bedienten sie sich Anwendungen in sozialen Netzen und Schadsoftware, wie sie auch kriminelle Organisationen einsetzten.

Die Autoren hoben besonders die Einbrüche in die Systeme von Google im vergangenen Winter hervor sowie zwei Vorfälle im März und April dieses Jahres. Diese hätten gezeigt, dass China in der Lage sei, "die Datenströme im Internet wesentlich zu manipulieren".

China ist überall

Der erste Vorfall ereignete sich im März: Nutzer aus den USA und Chile kamen mehrere Tage lang nicht auf verschiedene Webseiten, darunter Youtube, Twitter oder Facebook. Ihre Seitenaufrufe wurden an falsche Server weitergeleitet, oder sie erhielten die Meldung, die Seite existiere nicht. Sie seien plötzlich von Chinas Zensursystem betroffen gewesen, heißt es in dem Bericht.

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Gravierender war der Vorfall am 8. April: An diesem Tag wurden rund 15 Prozent des Internetdatenaufkommens etwa 18 Minuten lang auf chinesische Server umgeleitet. Dazu gehörten Daten der US-Regierung und des US-Militärs sowie großer Unternehmen, darunter Dell, IBM und Microsoft. Das staatliche Telekommunikationsunternehmen China Telecom habe an diesem Tag falsche Routingdaten ausgegeben und dadurch die Umleitung verursacht, schreiben die Autoren. Sie betonten jedoch, dass aus der Beweislage nicht geschlossen werden könne, ob es sich dabei um Absicht gehandelt und welchem Zweck die Aktion gedient habe.

Staatliche Unterstützung?

Diese Aktionen wiesen ein hohes technisches Niveau auf, heißt es in dem Bericht. Es liege nahe, dass sie mit offizieller Unterstützung durchgeführt worden seien. Als Hinweise werte die USCC das Ausmaß der Aktionen sowie die Tatsache, dass dabei viele Spionagewerkzeuge eingesetzt worden seien.

China Telecom habe die Vorwürfe zurückgewiesen, berichtet die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Das Unternehmen habe keinen Datenverkehr umgeleitet, sagte ein Sprecher von China Telecom der Nachrichtenagentur.

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Vervollständigung 20. Nov 2010

Vervolständigung wäre mehrere TeraByte groß, ich darf im Monat aber nur 6GByte

Two99 19. Nov 2010

Forschen bringt recht wenig ohne Innovationen. Mach dich erstmal schlau ueber China, die...

elefant 19. Nov 2010

Separatismus wird's richten.

coolfacejpg 19. Nov 2010

könnte man lösen in dem man china aus dem internet abgrenzt. klick klack weg -> problem...

LockerBleiben 19. Nov 2010

- "Red Scare" - Kommunismus als Schreckgespenst (China). - Nuklearenergie wird als "beste...



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