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Fedora

SQLNinja schafft neue Richtlinie für Softwareausschluss

Die Software SQLNinja hat den Vorstand des Fedora-Projekts dazu veranlasst, eine neue Richtlinie für den Ausschluss von Software aus dem Fedora-Projekt zu beschließen. Nach reichlicher Kritik rechtfertigt der Vorstand jetzt den Ausschluss.

Artikel veröffentlicht am ,
Fedora: SQLNinja schafft neue Richtlinie für Softwareausschluss

Bei dem Programm SQLNinja handelt es sich um ein als Sicherheitstool getarntes Exploitwerkzeug, mit dem Sicherheitslücken eines Microsoft-SQL-Servers ausgenutzt werden können, um sich Zugang zu der Datenbankanwendung zu verschaffen. Der Fedora-Vorstand schätzte SQLNinja allerdings auch als sogenannte "Skript-Kiddie-Software" ein und verweigerte aufgrund der neuen Richtlinie deren Einzug in die Fedora-Repositories. Dass eine Sicherheitssoftware aus den offiziellen Softwarequellen ausgeschlossen wurde, wurde anschließend reichlich kritisiert.

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Tatsächlich befürchtete der Vorstand, die Software könnte in zahlreichen Ländern als illegal eingestuft werden, wie Fedora-Vorstand Jared Smith in einer E-Mail schreibt. Die Anwendung hätte sich selbst als Einbruchswerkzeug bezeichnet, und dem Vorstand sei zu dem Zeitpunkt der Entscheidung keine legale Nutzung bekannt gewesen.

Tatsächlich soll die Entscheidung zu SQLNinja keinen Präzedenzfall darstellen, wie künftig mit Software dieser Art umgegangen werden soll. Allerdings habe sich der Vorstand bei der Frage zu SQLNinja folgende Fragen gestellt: Stellt die Software ein rechtliches Risiko dar und kann die Software auch für etwas anderes als Attacken verwendet werden? Zusätzlich sei untersucht worden, ob sich die Software als Sicherheits- oder als Exploit-Werkzeug vermarktet. Außerdem sei die Frage gestellt worden, wie einfach SQLNinja aus den Quellen kompiliert werden könne und ob dies eine Hürde für Sicherheitsexperten darstelle. Schließlich sei noch erwogen worden, ob die Software auch in den Softwarequellen Dritter untergebracht werden könne.

Angesichts der massiven Kritik will der Vorstand die Software erneut prüfen, allerdings erst, nachdem weitere Informationen eingeholt wurden.

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jt (Golem.de) 18. Nov 2010

Jop, richtig. Ist korrigiert. Danke für den Hinweis.


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