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Vereinbarung

Google darf Bücher von Hachette digitalisieren

Google hat ein Abkommen mit Hachette geschlossen. Google wird einen Teil der Bücher aus dem Programm des französischen Verlages scannen. Hachette hat sich dabei mehr Rechte gesichert, als Google bisher anderen Verlagen zugestanden hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Vereinbarung: Google darf Bücher von Hachette digitalisieren

Google wird die vergriffenen Bücher des französischen Verlages Hachette Livre digitalisieren. Beide Unternehmen haben vereinbart, dass Google rund 50.000 französischsprachige Bücher aus dem Programm von Hachette scannen wird.

Kontrolle behalten

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Bei den Büchern handelt es sich sowohl um belletristische Werke als auch um Sachbücher, deren Urheberrechtsschutz noch nicht erloschen ist. Hachette erhält dabei die Kontrolle über die Auswahl der Bücher für die Digitalisierung und die Verwendung der digitalen Bücher. Die Franzosen bestimmen, welche der digitalen Texte für die Suche indiziert werden und welche verkauft werden dürfen.

Die Vermarktung soll über Googles eigenen E-Book-Shop erfolgen. Hachette darf den Preis bestimmen, Google erhält einen Anteil. Der Verkauf wird allerdings nicht ausschließlich über Google laufen. Hachette kann die digitalen Bücher auch über andere E-Book-Shops oder als Book on Demand anbieten.

Mehr Einfluss

Die Übereinkunft hat es in sich: Der Verlag, der zu dem französischen Mischkonzern Lagardère gehört, hat sich damit nämlich mehr Verfügungsgewalt über die gescannten Bücher gesichert, als Google sie im überarbeiteten Google Book Settlement den Verlagen aus den angelsächsischen Ländern zugesteht.

Das sieht vor, dass die Rechteinhaber explizit der Nutzung in Googles Buchprogramm widersprechen müssen. Nach einem Einspruch des US-Justizministeriums liegt das Abkommen jedoch seit Februar 2010 auf Eis. Es wird sich zeigen, ob die beteiligten Verlage mit Google darüber nachverhandeln wollen.

Ohne Erlaubnis digitalisiert

Google hat früher bereits ohne Erlaubnis Bücher von französischen Verlagen digitalisiert, darunter auch solche von Hachette. Das Unternehmen wird die Bücher, die Hachette von der Übereinkunft ausnimmt, löschen. Die Verlage hatten gegen Googles unerlaubtes Scannen geklagt. Ein Pariser Gericht verurteilte das Unternehmen im Dezember 2009 zu Schadensersatzzahlungen an die Verlage.

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