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Neues Problem: E-Personalausweis verschweigt den Rufnamen

Die Pannenserie beim neuen elektronischen Personalausweis reißt offenbar nicht ab. Das ARD-Magazin Monitor berichtet, dass die neue Software der Bundesdruckerei keinen Rufnamen mehr anzeigt, wenn ein Mensch mehrere Vornamen hat. Die Bundesdruckerei verweist auf das Innenministerium.
/ Achim Sawall
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Durch eine Änderung in der Software wird im neuen elektronischen Personalausweis der Rufname in der maschinenlesbaren Zone für Ämter und Behörden offenbar nicht mehr aufgeführt. Das Problem tritt nur auf, wenn ein Mensch mehrere Vornamen hat. "Für die Betroffenen kann das zu massiven Problemen vor allem bei Banken, Kfz-Zulassungsbehörden oder Fernreisen führen. Erste Fälle gibt es bereits" , erklärte die Monitor-Redaktion. Bundesdruckerei-Sprecherin Antonia Voerste sagte Golem.de, dass es sich bei den Softwareeinstellungen zum Rufnamen "um eine Vorgabe des Bundesministerium des Innern handelt" .

Das Bundesinnenministerium rechtfertigte die Änderung gegenüber Monitor mit Empfehlungen der internationalen Organisation für zivile Luftfahrt und lehnte neuerliche Änderungen an der Software ab.

Der neue Personalausweis beinhaltet einen Chip, auf dem das digitale Lichtbild sowie die Informationen abgespeichert sind, die auf dem Dokument sichtbar sind. Das sind Familien- und Geburtsname, Vornamen, Doktorgrad, Tag und Ort der Geburt, Foto, Anschrift, Staatsangehörigkeit, Seriennummer sowie Ordens- oder Künstlername. Zudem ist möglich, bei der Beantragung auch zwei Fingerabdrücke auf dem Chip hinterlegen zu lassen. Auf Wunsch können im Chip zusätzlich die Zertifikatsinformationen zur Nutzung einer Qualifizierten Elektronischen Signatur (QES) gespeichert werden.

Das Rufnamenproblem ist bereits die dritte Panne beim Start des E-Personalausweises. Erst hatten sich die derzeit verfügbaren Lesegeräte als unsicher erwiesen , wenn Computer mit Trojanern verseucht waren. Dann musste die Anwendungssoftware für den Ausweis, die AusweisApp, die eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem neuen Personalausweis und dem eID-Server herstellt und die Zertifikats- und Authentizitätsprüfung vornimmt, wegen einer Sicherheitslücke zurückgezogen werden.


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