Gnip: Twitter verkauft jeden zweiten Tweet

Rund 360.000 US-Dollar pro Jahr soll ein Zugang zum halben Twitterfeed über Gnip, Halfhose genannt, kosten, ohne das Recht, diese Daten auch öffentlich anzuzeigen. Gedacht ist der Zugang für Unternehmen, die Analysen der Kommunikation auf Twitter betreiben wollen. Einen vollen Zugang zu sämtlichen Tweets in Echtzeit, Firehose genannt, bietet Twitter nur direkt ausgewählten Partnern an, darunter beispielsweise Google und Microsoft.
Über Gnip wickelt Twitter nun das Geschäft mit kleineren Kunden ab und wird auch bestehende Kunden entsprechender Zugänge an Gnip übergeben. Wer die Twitter-Daten für Analysezwecke benötigt, kann bei Gnip zwischen drei Paketen wählen: Twitter Halfhose umfasst 50 Prozent der über Twitters Firehose laufenden Tweets. Das sind im Schnitt 1.100 Tweets pro Sekunde, wobei Twitter Spitzenwerte von über 3.000 Tweets pro Sekunde erreicht.
Daneben gibt es Twitter Mentionhose, einen Echtzeitdatenfeed, der alle Tweets, in denen ein Nutzer genannt wird, erhält. Das dritte Paket heißt Twitter Decahose und umfasst zehn Prozent der über Firehose laufenden Tweets. Details zu den Echtzeitfeeds sind unter gnip.com/twitter(öffnet im neuen Fenster) zu finden.