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Oracle: Apache soll sich nicht so anstellen

Oracle hat auf Apaches Kampfansage offiziell reagiert und ruft Apache auf, die eigene Position zu überdenken. Es sei Zeit, nach vorn zu blicken und die Zukunft von Java zu gestalten.
/ Jens Ihlenfeld
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Apaches Aufforderung an die Mitglieder des JCP-Exekutivkomitees, gegen Oracles Pläne für Java SE 7 zu stimmen, führe lediglich zu Verschiebungen und fortwährender Stagnation, wie es sie in den letzten Jahren gab, sagt Oracle-Vizepräsident Don Deutsch in einer offiziellen Stellungnahme des Konzerns(öffnet im neuen Fenster) . Er fordert die Apache Software Foundation (ASF) auf, ihre Position zu überdenken und mit Oracle sowie der Commnunity im Ganzen Java gemeinsam voranzubringen.

Im Jahr 2007 entschied das JCP-Exekutivkomitee(öffnet im neuen Fenster) , dass ab sofort TCK-Lizenzen für Java SE5 und folgende Versionen ohne Einschränkungen bezüglich der Implementierung der Spezifikation zur Verfügung gestellt werden, was explizit eine TCK-Lizenz für Apache einbezog. Oracle wurde in dieser Abstimmung durch Don Deutsch vertreten und stimmte dem Vorschlag zu.

Die ASF droht Oracle, sich aus der Java-Entwicklung zurückzuziehen, sollte Oracle der ASF keine Lizenz für das Test-Kit für Java SE (TCK) zur Verfügung stellen. Diese ist Voraussetzung dafür, dass die ASF ihre Java-Implementierung testen und das Projekt Apache Harmony unter der Apache License verteilen kann.

Oracle aber hält eine solche Lizenz zurück und gewährt der ASF lediglich eine TCK-Lizenz, die einschränkt, in welcher Art und Weise mit dem TCK geprüfte Java-Implementierungen eingesetzt werden dürfen. Dies aber sei mit Lizenzen für Open Source und freie Software nicht vereinbar, erklärt die ASF. Damit breche Oracle das JSPA(öffnet im neuen Fenster) , argumentiert die ASF und fordert Konsequenzen.

Oracle sieht das anders: Man biete TCK-Lizenzen und faire, vernünftige und nichtdiskriminierende Bedingungen an und erfülle alle Auflagen des JSPA.

Nachdem das JCP-Exekutivkomitee die Spezifikationen für Java SE 7 und 8 auf den Weg gebracht habe, sei es nun an der Zeit, mit der wichtigen Arbeit zu beginnen und Java voranzubringen, so Deutsch: "Das hat Priorität. Jetzt ist es an der Zeit für positive Aktionen. Jetzt ist es an der Zeit, Java voranzubringen" .

Die ASF reagiert knapp und schnell(öffnet im neuen Fenster) : "Jetzt seid ihr dran. Respektiert die Vereinbarung" , antwortet die ASF auf diese Forderung von Deutsch.


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