Sunshine Press Productions

Wikileaks gründet Unternehmen in Island

Wikileaks hat ein Unternehmen in Island gegründet. Es soll voraussichtlich Medieninhalte produzieren und verbreiten. Wikileaks-Gründer Julian Assange hat zudem gute Chancen, vom US-Nachrichtenmagazin Time zur Person des Jahres 2010 gekürt zu werden.

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Sunshine Press Productions: Wikileaks gründet Unternehmen in Island

Die Organisation Wikileaks hat in Island ein Unternehmen mit dem Namen Sunshine Press Productions gegründet, berichtet die isländische Tageszeitung Vísir. Geleitet wird es von Wikileaks-Gründer Julian Assange zusammen mit den isländischen Journalisten Kristinn Hrafnsson und Ingi Ragnar Ingason.

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Auf den Zweck des Unternehmens wollte Hrafnsson, der auch als Sprecher von Wikileaks fungiert, nicht im Detail eingehen. Es wolle Medieninhalte in Form von Videos und Printprodukten herstellen, veröffentlichen und verbreiten, sagte er der Zeitung. Anderen Medien hingegen sagte er, es könnte Spenden sammeln und verwalten.

Derzeit befinde sich Sunshine Press Productions noch in einer sehr frühen Phase und sei noch nicht aktiv, sagte Hrafnsson. Entsprechend gibt es auch noch keine Geschäftsräume, und es sind noch keine Mitarbeiter eingestellt worden. Er könne auch nicht sagen, wie viele Mitarbeiter sie schließlich sein werden.

Island schützt die Pressefreiheit

Island ist wegen seiner Mediengesetzgebung für Wikileaks attraktiv: Die Mitte 2010 verabschiedete Icelandic Modern Media Initiative (IMMI) bietet weltweit den stärksten Schutz der Pressefreiheit. An der Ausarbeitung der IMMI war Assange beteiligt.

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Wegen dieser Gesetzgebung ist Island auch ein möglicher neuer Standort für die Wikileaks-Server. Derzeit erwägt die Organisation, ihre Server von Schweden aus an einen anderen Standort zu verlegen. Grund ist, dass sich Assange wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente der US-Armee aus Afghanistan und dem Irak von US-Behörden bedroht fühlt.

Mann des Jahres 2010?

Die Veröffentlichung dieser Dokumente könnte dem Wikileaks-Gründer jedoch eine prestigeträchtige Ehrung einbringen: Assange hat gute Chancen, Person des Jahres 2010 des US-Nachrichtenmagazins Time zu werden. Derzeit liegt er in der Rangliste auf Platz zwei.

Mit im Rennen sind unter anderem noch US-Präsident Barack Obama, Sarah Palin, skandalträchtige Gouverneurin des US-Bundesstaates Alaska und Exkandidatin der Republikaner für das Amt der Vizepräsidentin, Apple-Chef Steve Jobs, die geretteten chilenischen Bergarbeiter, die Sängerin Lady Gaga, die knapp führt, sowie "der amerikanische Arbeitslose".

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lua__ 16. Nov 2010

:-)

Hui 15. Nov 2010

Ist ja schon sehr US-Lastig. Von diesem US-Zentrischen Zeitungchen. Wo ist der Nabel der...

serious business 15. Nov 2010

Weil er vielleicht gedacht hat das ein so liberales Land wie Schweden nicht gleich...

ohgott 14. Nov 2010

...ernsthaft, palin? irgendwelche bergarbeiter, laday gaga? ich glaub die sind selber ein...

red creep 14. Nov 2010

Muss ja nicht jeder für alles irgendeinen Klumpen in die Hand gedrückt bekommen.



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