Kinect-Hack: Open-Source-Treiber veröffentlicht
Adafruit hat den freien Kinect-Treiber(öffnet im neuen Fenster) von Hector Martin erfolgreich überprüfen lassen. Seine auf einem Linux-Notebook programmierte Software schafft es, neben dem normalen Videobild auch die Tiefeninformationen der Infrarotkameras von Kinect auszulesen und mittels OpenGL auszugeben.
Die von Adafruit ausgeschriebenen 3.000 US-Dollar gehen damit an Martin. Laut Adafruit-Blog(öffnet im neuen Fenster) will er das Preisgeld in Hacking-Tools und Geräte für einige Leute investieren, mit denen er eng zusammenarbeitet. Darunter befinden sich auch Mitglieder des iPhone Dev Team und der Wii-Hacker Team Twiizers.
Video: Hector Martin – Kinect open source driver demo |
In einer Google Group namens Openkinect Google Group können sich Interessierte alternativen Anwendungszwecken für Kinect widmen und die Open-Source-Software gemeinsam weiterentwickeln. Adafruit hat dort auch eigene Datendumps und den Code für die Kinect-Motorsteuerung veröffentlicht.
Auch AlexP von Code Laboratories(öffnet im neuen Fenster) war nicht untätig nach seinen ersten Erfolgsmeldungen. Er arbeitet weiter an einem freien Windows-Treiber für Kinect(öffnet im neuen Fenster), den er in Kürze gemeinsam mit einigen Testanwendungen veröffentlichen will. Außerdem soll ein Entwicklerpaket (SDK) folgen, ebenfalls als Open Source.
Video: AlexP – Color and 3D Depth Sensing with Kinect |
AlexP hatte sich nicht am Adafruit-Wettbewerb beteiligt und versucht in Kooperation einen größeren Fond aufzusetzen, um die Kinect-Nutzung abseits der Xbox 360 voranzubringen. Das gab er aber auf und spendete das mit der Community gesammelte Geld – insgesamt 457 US-Dollar – ebenfalls an Martin.
Um das Recht zum Hacken und zu Reverse Engineering zu verteidigen, hat Adafruit derweil 2.000 US-Dollar an die US-Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation (EFF) gespendet.
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