Fidel Castro: Kuba empört über Call of Duty

Die staatliche kubanische Nachrichtenseite Cubadebate.cu(öffnet im neuen Fenster) ist empört über das Attentat auf Fidel Castro, das der Spieler in der ersten Mission von Call of Duty: Black Ops ausführen kann. "Was die Regierung der Vereinigten Staaten in mehr als 50 Jahren nicht erreicht hat, will sie jetzt virtuell" , schreibt Cubadebate.cu und meint damit die Liquidation des ehemaligen Staatspräsidenten in dessen Schlafzimmer - wo er sich hinter einer Frau versteckt.

Die Logik des Spiels sei doppelt pervers: Erstens glorifiziere es die "illegalen Angriffe der Regierung der Vereinigten Staaten gegen Fidel" , der mehr als 600 solcher Attacken überlebt habe. Zweitens ermutige Black Ops soziopathische Haltungen bei amerikanischen Kindern und Jugendlichen.

Publisher Activision kommt derlei Aufmerksamkeit vermutlich gelegen, fördert sie doch wahrscheinlich die Verkaufszahlen. 2009 hatte die Möglichkeit, in Modern Warfare 2 ein Massaker unter den Passagieren auf einem Flughafen anzurichten, ebenfalls viel Aufregung ausgelöst. Das scheint jetzt auch wieder der Fall zu sein, amerikanische und britische Medien wie die Huffington Post(öffnet im neuen Fenster) und The Guardian(öffnet im neuen Fenster) berichten über die Reaktion aus Havanna.