World Community Grid: Windows- und Mac-Software für Energieforschung

Nutzer können ihre Windows- und Mac-Rechner für die zweite Phase des Clean Energy Project(öffnet im neuen Fenster) (CEP2) des World Community Grid einsetzen: Das gemeinnützige Computergrid hat für CEP2 eine Software für die beiden Betriebssysteme bereitgestellt. Eine Linux-Software steht bereits seit Juni zur Verfügung.
Solarzellen entwickeln
Das World Community Grid wird seit Ende 2008 zur Energieforschung eingesetzt : Wissenschaftler der Harvard-Universität wollen mit Hilfe des Grids organische Stoffe untersuchen, um herauszufinden, ob sie für Solarzellen geeignet sind.
CEP1 hat die molekularen Eigenschaften der Kandidaten untersucht. CEP2 berechnet die optischen, elektronischen und andere physikalischen Eigenschaften der Stoffe. Das geschieht mit einem Programm des US-Softwareunternehmens Q-Chem. Im Rahmen von CEP2 soll eine Datenbank über Verbundstoffe entstehen, die als Materialien für Solarzellen geeignet sind.
Humanitäre Forschung
Das 2004 von IBM initiierte World Community Grid dient gemeinnützigen Organisationen für humanitäre Forschung. Mit der vereinten Rechenleistung sollen beispielsweise die genetischen Codes entschlüsselt werden, die den Krankheitsauslösern von Aids, Alzheimer oder Krebs zugrunde liegen. Computernutzer in aller Welt können die Leerlaufzeiten ihrer Computer für das Grid zur Verfügung stellen.
Bislang haben sie nach Angaben der Organisatoren 400.000 Jahre Rechenzeit gespendet. Diese Marke wurde Anfang dieses Monats nach elf Monaten überschritten. Es war die kürzeste Periode, um für 100.000 Rechenjahre zu akkumulieren. Die ersten 100.000 Jahre kamen nach 32 Monaten zusammen. Die 200.000er Marke wurde nach weiteren 17, die 300.000er Marke nach weiteren 13 Monaten erreicht.