Pflegeroboter
Cody wäscht bettlägerige Patienten
Cody ist ein Roboter für das Gesundheitswesen. Zu seinen Aufgaben gehört, bettlägerige Patienten mit einem Waschlappen zu waschen.
Das Gesundheitswesen gilt als wichtiges Anwendungsfeld für die Robotik. Forscher des Georgia Institute of Technology haben jetzt Ernst gemacht und mit Cody einen Roboter entwickelt, der bettlägerige Patienten wäscht. Sie haben ihn kürzlich auf einer Konferenz in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh vorgestellt.
Torso mit Armen
Cody ist ein etwa mannshoher Roboter mit einem humanoiden Torso, an dem zwei Arme sitzen. Die Arme des Roboters verfügen über sieben Freiheitsgrade. Sie enden in einem spatenförmigen Aktor, der so beschaffen ist, dass ein Waschlappen darübergezogen werden kann. Die Handgelenke sind mit Kraft- und Drehmomentsensoren ausgestattet, die verhindern sollen, dass Cody den Patienten verletzt.
Der Körper ist an einem senkrechten Ausleger befestigt, an dem der Torso in der Höhe verstellt werden kann. Als Fahrgestell dient ein Chassis von Segway mit vier sogenannten Mecanumrädern, die ermöglichen, dass sich der Roboter in verschiedene Richtungen bewegen kann. Cody hat zwei Rechner, auf denen als Betriebssystem die Linux-Distribution Ubuntu läuft.
Cody wäscht autonom
Anstelle eines Kopfes hat Cody eine Lasereinheit, mit der er den Körper des Patienten scannt. Ein Mensch gibt dann die Areale des Körpers an, die Cody waschen soll, alles andere macht der Roboter selbstständig. Die Entwickler ließen ihn die Arme und Beine einer Testperson waschen. Wichtig war dabei, dass er zum einen nicht zu viel Druck ausübte, zum anderen aber dennoch keine Katzenwäsche durchführte.
Um das zu prüfen, befestigten die Wissenschaftler auf der Haut der Probanden blaue Kaubonbons. In fast allen Fällen (96 Prozent) schaffte es Cody, diese abzuwaschen. Technisch scheint die Roboterwäsche also kein Problem zu sein. Die Wissenschaftler merken jedoch an, dass es auf Seiten der Patienten durchaus Abneigungen dagegen geben könnte, von einem Roboter gewaschen zu werden.
Verlegenheit lindern
Es müssten deshalb bei Patienten und Pflegepersonal entsprechende Befragungen durchgeführt werden. Außerdem sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Verlegenheit zu lindern, die in einer solchen Situation entsteht. Dazu könnte beispielsweise gehören, dass der Roboter den Patienten zudeckt und nur die Gliedmaßen aufdeckt, die er gerade wäscht.
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Was habt ihr eigentlich gegen Roboter als Pflegekräfte? Ich meine als kompletten Ersatz...
Stimmt. Weil das Unternehmen eine Erfindung gemacht hat, die den Pfleger entlastet. Und...
"Aw my balls" auf die Serie warte ich noch, RTL2 ist schon nah dran! :)
Dann warte mal ab, bis es soweit ist. Ich denke, Du wirst das dann anders sehen.