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Mobilfunkindustrie

LTE-Immissionen liegen weit unter den Grenzwerten (Update)

Die Mobilfunkbranche hat heute eine neue Studie zu Immissionen durch LTE vorgestellt. Das Ergebnis: Selbst bei Vollauslastung der Sendeanlagen lägen die Werte deutlich unter dem gesetzlich zulässigen Rahmen. Doch der Mobilfunkexperte des Umweltverbandes Bund hält die Studie für industrienah.

Artikel veröffentlicht am ,
Titelblatt der Studie
Titelblatt der Studie

Die LTE-Immissionen sollen weit unter den Grenzwerten liegen. Das ist das Fazit der Studie zur "Abschätzung der Exposition der Bevölkerung durch LTE-Sendeanlagen". Durchgeführt wurde die Pilotstudie im Auftrag der Branchenorganisation Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) vom Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik (IMST). An 99 Prozent aller Messpunkte liege die Grenzwertausschöpfung bezogen auf die Leistungsflussdichte unter einem halben Prozent, heißt es in der Auswertung.

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Untersucht wurden nach den Angaben bundesweit sieben LTE-Sendeanlagen im Test- und Pilotbetrieb an rund 80 Messpunkten. Es seien keine wesentlichen biologisch relevanten Unterschiede zu den bisher genutzten Mobilfunkfrequenzen zu erwarten, folgerte das IZMF.

"Die Ergebnisse der Pilotstudie ermöglichen es bereits heute, vor einem flächendeckenden LTE-Netzausbau die potenziellen Auswirkungen der neuen Technik vorausschauend zu analysieren", sagte Christoph Revermann vom Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB).

Die Pilotstudie basiert auf einem eigens vom IMST dafür entwickelten Messverfahren, räumte das Informationszentrum ein. Bernd Rainer Müller, der Mobilfunkfachmann der Umweltschutzorganisation Bund, sagte Golem.de über die Studie: "Man hat nicht die Messpunkte genommen, die kritisch sind, sondern ganz gezielt die Messpunkte, die unkritisch sind. Das ist eine industrienahe Messstrategie. Es steht außerdem ausdrücklich in der Studie, dass die Messunsicherheit nicht berücksichtigt wurde. Die Messungen sind nicht falsch, aber sie entsprechen nicht dem Stand der Technik". Die angewandte Messstrategie sei daher als zweifelhaft zu bewerten, erklärte Müller.

Nachtrag vom 10. November 2010, 18:30 Uhr

Die deutsche Bevölkerung halte sich nach dieser Studie vorwiegend auf Gewerbeflächen und Straßen auf, wo 70 von 77 Messpunkten lagen. Dabei sei der beliebteste Aufenthaltsort innerhalb der Gebäude das Treppenhaus, welches durch Stahlbetonwände weitgehend elektromagnetisch abgeschirmt sei. Dort lagen 16 Messpunkte. Die einzige untersuchte Schule sei "zufällig weiter als 260 Meter entfernt", kritisierte Müller. Doch je größer der Abstand, desto geringer sei bei freier Sicht die Belastung.

Menschen mit einem erhöhten Schutzbedarf wie Kinder und Schwangere hielten sich in Wohnungen, Schulen und Kindergärten auf. Die Studie habe nicht solche Standorte ausgesucht und geprüft, sondern Messpunkte, die aus anerkannter fachlicher Sicht bereits im Voraus eine geringe Belastung erwarten ließen.

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M. Hahn 16. Nov 2010

@Replay/xantippe Jaja so einfach ist das: Die beliebte Grenzwert-Pyramide mit den vielen...

Deutschlehrer... 11. Nov 2010

Nur, wenn du in der Schweiz wohnst.


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