ICQ vs. Nimbuzz: Steht das Konzept Multimessenger vor dem Aus?
ICQ lässt sich derzeit nicht über Nimbuzz nutzen und daran wird sich wohl auch nichts ändern: "Wir kennen das Problem, aber leider gibt es wenig, was wir tun können" , heißt es dazu im Nimbuzz-Blog(öffnet im neuen Fenster) .
Das Problem: ICQ fordert Lizenzgebühren von Nimbuzz für den Zugang zu seinem Netz, und zwar für jeden Nutzer, der via Nimbuzz auf ICQ zugreifen will. Da Nimbuzz seine Software auch weiterhin kostenlos verteilen will, sei es keine Option, die Gebühren auf die Nutzer umzulegen.
Als Konsequenz daraus hat Nimbuzz die ICQ-Unterstützung abgeschaltet. Auch der mobile Instant-Messaging-Client Beejive hat mit dem letzten Update für iOS die Unterstützung von ICQ entfernt(öffnet im neuen Fenster) und darauf verwiesen das ICQ den Abschluss einen Lizenzvertrags fordert.
ICQ ist der zweite große Anbieter, den Nimbuzz abschalten musste. Auf Drängen von Skype musste Nimbuzz bereits im Oktober die Skype-Unterstützung abstellen. Gleiches gilt für Fring, die ebenfalls von Skype ausgesperrt wurden.
Stellt sich also die Frage: Steht das Konzept Multimessenger vor dem Aus? Skype ging von jeher eigene Wege und erlaubte nur wenigen Anbietern, sich mit ihrem Netz zu verbinden. Auch ICQ hat durch Protokolländerungen immer wieder alternative Messenger ausgesperrt. Versucht ICQ seine Lizenzforderungen allgemein durchzusetzen, dürften auch freie IM-Clients bald keinen Zugang zum ICQ-Netz haben, denn dass diese pro Nutzer eine Lizenzgebühr abgeben, ist auszuschließen.



