Transformer

US-Wissenschaftler arbeiten an Steuerungssystem für Flugauto

Die Darpa hat die Robotiker der Carnegie Mellon Universität damit beauftragt, ein Steuerungssystem für ein Flugauto zu entwickeln. Das System soll das Auto in der Luft weitgehend selbstständig steuern, so dass der Fahrer möglichst wenig eingreifen muss.

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Transformer: US-Wissenschaftler arbeiten an Steuerungssystem für Flugauto

Wissenschaftler der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania werden sich an der Entwicklung eines fliegenden Autos für das US-Verteidigungsministerium beteiligen. Der Forschungsauftrag wurde im Rahmen des Projektes Transformer (TX) vergeben, das die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) Anfang des Jahres 2010 ausgeschrieben hat.

Aufklärung und Transport

Das Flugauto soll, so die Vorgaben der Darpa, für Aufklärungseinsätze, für den Transport oder den Abtransport von Verwundeten eingesetzt werden. Dafür soll es mit einer Besatzung von vier Personen und einer Zuladung von rund 450 kg eine Reichweite von etwa 460 km entweder am Boden oder in der Luft haben. Das Fahrzeug soll voraussichtlich über einen Hybridantrieb verfügen.

Es soll auf der Straße sowie in leichtem Gelände fahren. Schweres Gelände oder gefährliche Stellen soll es überfliegen, um Hinterhalten auszuweichen. Der Start soll ohne Anlauf erfolgen, das TX soll also ein Senkrechtstarter werden.

TX fliegt sich selbst

Die CMU-Wissenschaftler sollen für das TX-Programm ein autonomes Flugsystem entwickeln. Das soll dem Fahrer die Steuerung des Fahrzeuges so einfach wie möglich machen. "Beim TX geht es um Flexibilität im Einsatz. Der Schlüssel dazu ist, dass es von einem Soldaten ohne Pilotenausbildung bedient werden kann", erklärt Sanjiv Singh, Robotiker an der CMU. Das bedeute, das Vehikel müsse sich weitgehend selbst fliegen, der Fahrer solle nur wenig eingreifen.

Entsprechend muss das Steuerungssystem ständig die Umwelt im Auge behalten und auf Veränderungen im Gelände reagieren. Naheliegend ist, in dieses System auch Mechanismen zur Gefahrenabwehr zu integrieren, so dass das TX beispielsweise selbstständig ausweicht, wenn es ein Geschoss erfasst, das auf das Fahrzeug zurast.

Urban Challenge gewonnen

Bei der Entwicklung des Systems können die CMU-Robotiker bereits auf einige Erfahrungen zurückgreifen. Das von ihnen konstruierte Roboterfahrzeug Boss gewann 2007 den Darpa-Roboterautowettbewerb Urban Challenge. Der Forschungsauftrag läuft 17 Monate und ist mit 988.000 US-Dollar dotiert. Neben der CMU werden verschiedene Unternehmen an dem Projekt mitarbeiten. So sollen AAI und Lockheed Martin das Fahrzeugkonzept entwickeln, Pratt & Whitney Rocketdyne den Antrieb.

Das US-Unternehmen Logi Aerospace hat bereits im Sommer ein Konzept für das Flugauto Tyrannos vorgestellt, das in das Transformers-Programm passt. Das US-Unternehmen Terrafugia verfügt bereits über einen funktionsfähigen Prototyp eines solchen Hybrids aus Auto und Flugzeug. Es will den Transition 2011 in Kleinserie auf den Markt bringen.

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