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Freier Grafikserver: Nvidia plant keine Unterstützung für Wayland

Mit einem schlichten Forumseintrag reagiert Nvidia auf die Nachricht aus dem Hause Canonical, die Xorg -Alternative Wayland in Ubuntu einzupflegen: "Wir haben keine Pläne für die Unterstützung von Wayland" .
/ Jörg Thoma
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Der Satz wurde im offiziellen Nachrichtenforum(öffnet im neuen Fenster) des Grafikkartenherstellers hinterlegt. Bleibt es bei der Entscheidung, müssen Ubuntu-Anwender künftig auf die offiziellen Treiber von Nvidia verzichten. Zwar gibt es bereits rudimentäre quelloffene Treiber, deren Quellcode aus dem Nouveau-Projekt stammen. Diese bringen aber bislang nur experimentelle 3D-Unterstützung mit.

Von AMD war bislang noch nichts zu den Plänen von Mark Shuttleworth zu hören, Ubuntu innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre auf den schlankeren grafischen Server umzustellen. Wayland selbst gilt als experimentell. Bislang pflegt der Gründer des Projekts(öffnet im neuen Fenster) , Kristian Høgsberg und sechs weitere Entwickler, den Code, dessen erste Version er vor etwa zwei Jahren veröffentlichte.

Sollten die Grafikkartenhersteller nicht mitziehen, müssten die quelloffenen Treiber die benötigten 3D-Funktionen mitbringen, etwa für den von Canonical verwendeten Unity-Desktop. Der Quellcode der gegenwärtig verfügbaren freien Treiber muss zunächst an Wayland angepasst werden. Laut Høgsberg sei das aber ein geringes Problem.

Wesentlicher ist der fehlende Code für die 3D-Unterstützung. Beim Nouveau-Projekt fehlt sie bislang fast gänzlich. Für AMD-Grafikkarten bieten die freien Treiber zwar schon recht ausgereifte 3D-Unterstützung, allerdings nicht für alle Chipsätze. Weiter ist lediglich die Unterstützung für Grafikchips von Intel. Der Chiphersteller hat seinen Quellcode den Entwicklern zur Verfügung gestellt.

Canonical will sich mit der Umstellung auf Wayland Zeit lassen. Shuttleworth peilt eine erste Version in Ubuntu 11.10 an, das im Herbst 2011 erscheinen soll. Dabei soll es sich um eine Vorabversion handeln, der Übergang von X.org zu Wayland soll sanft gestaltet werden. Bis dahin könnten sich die Grafikkartenhersteller nochmal umentscheiden.


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