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Whistleblower

Bald gibt es mehr als ein Wikileaks

Nicht nur ein Wikileaks, sondern Tausende hatte sich Wikileaks-Aussteiger Domscheit-Berg gewünscht. Es sieht so aus, als würden er und andere an dieser Vision arbeiten.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Projekt Wikileaks könnte bald Gesellschaft bekommen: Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf damit vertraute Mitarbeiter berichtet, arbeiten ehemalige Wikileaks-Unterstützer an einer Website, um künftig ebenfalls die Möglichkeit zu bieten, anonym Geheimdokumente zu veröffentlichen.

Inhalt:
  1. Whistleblower: Bald gibt es mehr als ein Wikileaks
  2. Verteilte Struktur statt kompromittierbares Zentrum

"Es gibt einige Hinweise, dass Daniel oder andere ehemalige Mitarbeiter ein vergleichbares Angebot aufsetzen, und wir wünschen ihnen Glück", zitiert die Zeitung Kristinn Hrafnsson, einen Sprecher von Wikileaks. Mit Daniel ist Daniel Domscheit-Berg alias Daniel Schmitt gemeint.

Das nach Julian Assange prominenteste Wikileaks-Mitglied hatte der Seite nach internen Meinungsverschiedenheiten vor kurzem den Rücken gekehrt, und er ist nicht der Einzige, der das Projekt in den vergangenen Monaten verlassen hat.

Das Wall Street Journal überschreibt seinen Artikel mit: "Neue Konkurrenz für Wikileaks". Laut Hrafnsson sehen die Betreiber das aber ganz anders, sie begrüßten solche Projekte. "Es wäre gut, wenn es mehrere Organisationen wie Wikileaks gäbe", sagte Hrafnsson demnach.

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Wikileaks ist ohnehin nicht die einzige Seite dieser Art. Schon seit 1996 ist Cryptome.org von John Young erreichbar. Lange vor Wikileaks gab es dort brisante Unterlagen zu sehen, beispielsweise eine Liste mit den Namen von 276 Agenten des britischen Geheimdienstes MI6 in aller Welt.

Auch das Blog Secrecy News beschäftigt sich mit vertraulichen Regierungsdokumenten. Außerdem planen in China offensichtlich Menschenrechtsaktivisten ein Projekt, das Wikileaks ähnelt.

Nach seinem Ausstieg bei Wikileaks hatte Daniel Domscheit-Berg in einem Spiegel-Interview gesagt, es brauche nicht eines, sondern "tausend Wikileaks". Er wolle auch weiter an der Idee einer Whistleblower-Plattform arbeiten. Bestrebungen, eine solche aufzubauen, gibt es einige. So arbeiten in Deutschland Datenschutz-Aktivisten daran, ein eigenes Angebot zu starten.

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Verteilte Struktur statt kompromittierbares Zentrum 
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Der Kaiser! 23. Nov 2010

"In dem Text heißt es, man müsse neue Wege der medialen Verbreitung finden, unabhängig...

Matthias 1 12. Nov 2010

"Achso, wir blenden einfach weg was uns nicht gefällt, was?" scheinst du besonders gut zu...

Chrissie 09. Nov 2010

Gar nicht so absurd wie es klingen mag. Ich will mal gerne Dokumente sehen, die auch...

samy 09. Nov 2010

So. So und woher weißt du das es eine "galoppierende" Korruption im Amt gibt?? Nimmst...

samy 09. Nov 2010

dass es schon andere solche Organisation gab, vor Wikileaks. Es oft so dargestellt, als...


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