Smartphone

Symbian ist tot, lang lebe Symbian

Die von Nokia gegründete Symbian Foundation wird ihr mobiles Betriebssystem nicht weiterentwickeln. Das kündigte sie auf ihrer Entwicklerkonferenz Symbian Exchange & Exposition an. Nokia hält aber an Symbian fest.

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Smartphone: Symbian ist tot, lang lebe Symbian

Die Symbian Foundation will sich künftig nur noch um die Lizenzierung von Software und anderen Rechten, wie der Marke Symbian, kümmern. Die Weiterentwicklung des Betriebssystems Symbian OS übernimmt in Zukunft Nokia, das an dem System auch weiterhin festhalten will. Geplant ist, Symbian direkt für andere Unternehmen zu lizenzieren, aber auch weiterhin im Rahmen eines offenen Modells anzubieten.

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Damit gibt es wieder einmal eine einschneidende strategische Veränderung in Sachen Symbian. Zuletzt hatte Nokia sämtliche Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen aufgekauft und dieses in die Symbian Foundation überführt. Die hatte das mobile Betriebssystem dann Stück für Stück als Open Source freigegeben.

Nun kommt zwar nicht das Aus für die Stiftung, ihre Rolle wird aber stark eingeschränkt. Der Markt habe sich deutlich gewandelt, die aktuelle Governance-Struktur von Symbian sei dem Markt nicht mehr angemessen, kommentiert Tim Holbrow die einschneidende Veränderung. Holbrow ist erst seit wenigen Wochen Chef der Symbian Foundation. Er hatte Lee Williams abgelöst, der die Stiftung seit ihrer Gründung geleitet hatte. Nun wird auch klar, warum Williams vermutlich ging.

Den neuen, eingeschränkten Aufgaben entsprechend wird die Stiftung personell verkleinert. Ab April 2011 soll nur noch eine Gruppe von nicht geschäftsführenden Direktoren die Lizenzierung durch die Symbian Foundation überwachen.

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Nokia betont derweil das eigene Bekenntnis zur Plattform Symbian, kündigte an, auch weiterhin in Symbian zu investieren und neue Geräte auf Basis von Symbian auf den Markt zu bringen. Die Zukunft von Symbian als Plattform hänge nicht von der Existenz der Stiftung ab, sagte Jo Harlow, bei Nokia für das Thema Smartphones zuständig. Die veränderte Rolle der Symbian Foundation soll auch keine Auswirkungen auf Nokias Geräte-Roadmap haben.

Was die Entwicklung von Applikationen anbelangt, hatte Nokia bereits Ende Oktober 2010 angekündigt, komplett auf Qt zu setzen. Das war ein erster Schritt weg von nativen Symbian-Applikationen. Zugleich verkündete Nokia, es werde keine neuen Symbian-Versionen im herkömmlichen Sinn geben, denn man wolle nicht mehr über konkrete Versionen wie Symbian^3 und Symbian^4 sprechen. Die für Symbian^4 geplanten Verbesserungen sollen schrittweise eingeführt werden, eines offiziellen Releases von Symbian^4 bedürfe es daher nicht, so Nokia damals.

Nokia hofft, mit dieser Strategie die Entwicklungsgeschwindigkeit von Applikationen zu beschleunigen, zumal mit Qt erstellte Applikationen auf allen Nokia-Smartphones laufen sollen, auch auf solchen mit Meego. Auch wenn Nokia betont, Symbian sei nicht tot, so macht der Schritt doch eines deutlich: Symbian als Betriebssystem wird künftig keine große Rolle spielen. Vielmehr rückt Qt als geräte- und plattformübergreifende Entwicklungsplattform in den Mittelpunkt. Symbian ist also nicht tot, wird aber vermutlich aus Entwickler- und Nutzersicht unwichtig.

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Vermithrax 10. Nov 2010

Das OS ist gar nicht Steinzeit. Als RTOS ist es sogar moderner als Linux (Android)oder...

Stellglied... 10. Nov 2010

Ist da nicht ein hauch nostalgie in den ursprungs beitrag geflossen? Symbia war früher...

SmarPhoneLasstD... 09. Nov 2010

Verbraucht zuviel schwarze Farbe im Print.



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