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Quanmax-Tochter: Maxdata ist wieder insolvent

Im Jahr 2008 wurde der insolvente deutsche Computerhersteller Maxdata von der taiwanischen Quanmax gekauft. Jetzt schickt der Konzern seine Tochter erneut in die Insolvenz.
/ Achim Sawall
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Die Maxdata GmbH mit Sitz in Marl ist erneut insolvent. Das gab das Unternehmen in einem Schreiben an seine Kunden bekannt. Maxdata, seit September 2008 eine Tochterfirma der taiwanischen Quanmax, habe am 3. November 2010 beim Amtsgericht Essen einen Insolvenzantrag (Aktenzeichen: 161 IN 242/10) gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter sei der Rechtsanwalt Dirk Andres vom Anwaltsbüro Andres und Schneider aus Düsseldorf bestellt worden.

Maxdata fungiere nur noch als Vermittlungsagentur für die Quanmax AG, die im österreichischen Linz angesiedelt ist, hieß es weiter. Von dort seien bereits die Bestellungen der Maxdata-Kunden erledigt worden. "Die Quanmax AG wird Sie als geschätzten Fachhandelspartner, Unternehmenskunden oder Anwender auch weiterhin engagiert und unterbrechungsfrei betreuen" , heißt es in dem Schreiben. Garantieverpflichtungen für die Produkte würden von der Quanmax AG erbracht und seien von der Insolvenz der Maxdata nicht betroffen. Das börsennotierte, österreichische Unternehmen sei auch nicht in finanziellen Schwierigkeiten.

Neupositionierung als reine Businessmarke gescheitert

Im Jahr 2008 war Maxdata schon einmal insolvent. In dem Jahr hatte Quanmax, die auch unter dem Namen Quanta auftreten, die Markenrechte an dem deutschen Hersteller erworben. Kurz davor hatte der Konzern bereits die österreichischen Notebookanbieter Gericom und Chiligreen gekauft. Maxdata sollte sich wieder als reine Businessmarke positionieren und auf das Fachhandelsgeschäft fokussieren, hieß es im Jahr 2008. Das einzige Maxdata-Produktionswerk in Würselen bei Aachen wurde geschlossen. Ende 2007 beschäftigte Maxdata noch 1.000 Menschen.


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