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Reale Strafe nach Diebstahl in virtueller Welt

Weil ein 16-Jähriger im Onlinerollenspiel Metin 2 die Ausrüstung von Bekannten gestohlen hat, ist er vom Amtsgericht Augsburg verurteilt worden. Der Richter weist darauf hin, dass es noch gesetzlichen Regelungsbedarf für derartige Fälle gebe.

Artikel veröffentlicht am ,
Metin 2
Metin 2

"Das kann er aber nicht in der virtuellen Welt abarbeiten, das muss er schon im Schweiße seines Angesichts tun", kommentierte der Augsburger Richter Hartmut Wätzel die 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit, die er im Oktober 2010 einem 16-Jährigen als Strafe aufgebrummt hat. Der Verurteilte hatte von zwei Bekannten die Passwörter für ihren Account im Onlinerollenspiel Metin 2 bekommen und dann Ausrüstung im Wert von mehreren tausend Euro gestohlen - die Geschädigten fanden ihre Charaktere angeblich halbnackt vor. Der Täter hatte versucht, die virtuelle Beute über eBay und in Foren zu verkaufen.

Die Augsburger Allgemeine Zeitung berichtet, dass der Täter offiziell wegen "unbefugter Datenveränderung" verurteilt wurde. Das sei nötig gewesen, weil das Strafgesetzbuch "Diebstahl" als Entwendung einer beweglichen Sache definiert. Der Richter sehe gesetzlichen Regelungsbedarf für vergleichbare Fälle.

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mindamino 21. Nov 2011

Artikel 7 EMRK Keine Strafe ohne Gesetz (1) Niemand darf wegen einer Handlung oder...

VanZan 23. Nov 2010

Brutal mit unseren Kindern umgehen? Wer scheisse Baut muss auch dafür gerade stehen. Es...

The Howler 11. Nov 2010

Wenn du deiner Putzfrau einen Wohnungsschlüssel gibst um ihre Arbeit erledigen zu können...

Hotohori 09. Nov 2010

Viele wollen sich darüber eben einfach nur lächerlich machen, weil sie das ganze nicht...



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