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Amazon kauft Windelversand für 540 Millionen US-Dollar (Upd)

Amazon gibt nach US-Medienberichten viel Geld für den Konkurrenten Quidsi aus, der mit günstigen Angeboten Familien mit Neugeborenen und Kleinkindern als Kunden gewinnt.

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Diapers.com: Amazon kauft Windelversand für 540 Millionen US-Dollar (Upd)

Amazon wird heute den Kauf der Firma Quidsi bekanntgeben, die die Babybedarfsseite Diapers.com betreibt. Das hat die New York Times aus Verhandlungskreisen erfahren. Der Kaufpreis soll bei 540 Millionen US-Dollar liegen.

Quidsi aus Jersey City besitzt außerdem den Onlineshop Soap.com, der Drogerieartikel verkauft, und Beautybar.com, der auf Kosmetik- und Haarpflegeprodukte spezialisiert ist. Diapers.com liefert versandkostenfrei innerhalb von maximal zwei Tagen, betreibt seinen Kundenservice rund um die Uhr und bietet eine größere Artikelvielfalt als Ladengeschäfte.

Quidsi erwartet, in diesem Jahr 500 Millionen Windeln zu verkaufen. Das Unternehmen ist seit Mitte 2006 aktiv und wurde von Accel Partners, Bessemer Venture Partners, BEV Capital, Mentortech Ventures und New Enterprise Associates finanziert. Der Umsatz soll um 67 Prozent auf 300 Millionen US-Dollar ansteigen. Für 2012 erwartet die Firma einen Erlös von 1,3 Milliarden US-Dollar.

Im Juni 2010 hatte Firmenmitbegründer Vinit Bharara erklärt: "Wir versuchen, das Einkaufsverhalten der Menschen insgesamt zu verändern und wollen dem Offlinehandel Marktanteile abnehmen." Doch Quidsi wurde offenbar auch Amazon und anderen großen Anbietern wie Walmart.com und Drugstore.com gefährlich. Im September 2010 startete Amazon in den USA das spezielle Verkaufsprogramm Amazon Mom, das Rabatte für Babyartikel anbot, darunter Preisnachlässe und Lieferung innerhalb von maximal zwei Tagen.

Für Amazon ist dies die größte Übernahme seit dem Kauf von Zappos.com für 800 Millionen US-Dollar im Juli 2010. Amazon verfügt über Barreserven in Höhe von 5,9 Milliarden US-Dollar.

Nachtrag vom 8. November 2010, 15:18 Uhr

Amazon hat den Kauf für 545 Millionen US-Dollar inzwischen bestätigt. Nach Abschluss der Übernahme werde Quidsi weiterhin von dem aktuellen Team unabhängig geführt.

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